Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin

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40 Jahre GOTS

Die rasante Entwicklung der Sportmedizin als eigene Fachdisziplin, die zunehmende Spezialisierung mit dem Fokus Bewegungsapparat, sowie die Expertise von sportbegeisterten Orthopäden und Traumatologen führte in den 80er Jahren zur Gründung der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS), die seither maßgeblich die Belange der Sportorthopädie in den deutschsprachigen Ländern vertritt.

Gründungsväter der formal am 11. Februar 1986 am Flughafen in Frankfurt am Main gegründeten GOTS waren: Heinrich Heß, Hartmut Krahl, Wolfgang Noack, Wolfgang Pförringer, Wolfhart Puhl, Bernhard Segesser, Klaus Steinbrück, Hans Wolfgang Bär, Gerd Biehl, Volker Jägemann, Wolf-Dieter Montag, Reinhard Suckert und Axel Thiel.

Immer wieder wurde Ihnen von Kollegen berichtet, dass wichtige sportorthopädische Anliegen innerhalb der Fachgesellschaften nicht adäquat berücksichtigt wurden. Also nahmen die Visionäre diese Arbeit selbst in die Hand.

Zum ersten Präsidenten wurde Prof. Dr. Heinrich Heß – betreuender Arzt der Fußballnationalmannschaft – gewählt. Treibender Ideengeber und Organisationsmotor insbesondere der GOTS-Kongresse (die aus dem Münchener Kongress für sportartspezifische Verletzungen und Schäden hervorgegangen sind) war Generalsekretär Wolfgang Pförringer.

Prof. Dr. Heinrich Heß, Gründungspräsident der GOTS / ©privat

Unter der Präsidentschaft von Prof. Dr. Bernd Rosemeyer (1994-1998) wurde die jüngere Generation gefördert und die Gesellschaft für breitere Mitgliederschichten geöffnet sowie 1995 der teilnehmerstärkste Jahreskongress organisiert.

Geschäftsstelle, Pressearbeit und Sponsoren

Durch die Impulse der jüngeren Generation (Martin Engelhardt, Michael Krüger-Franke, Klaus Dann und Beat Hintermann) wurde eine GOTS-Geschäftsstelle aufgebaut und die GOTS-Sponsorenschaft sowie die hauptamtliche Pressearbeit eingeführt.

Zusammen mit Dieter Kohn wurden die wissenschaftlichen Standards durch anonymisierte Begutachtungsverfahren und die GOTS-Forschungsförderung etabliert. Ein wichtiger Entwicklungsschritt war auch die Öffnung nach Österreich und die Schweiz mit wechselnden Kongressorten und der Präsidentschaft für Victor Valderrabano (Schweiz) und Stefan Nehrer (Österreich).

Unter Holger Schmitt wurden 2010 die GOTS-Expertenmeetings gestartet. In die Amtszeit von Victor Valderrabano fiel 2015 auch die erste Vorstandsklausur zur Entwicklung eines Zukunftskonzeptes und der Start zur Ausbildung zum GOTS-Sportarzt.

Wissenschaftliche Standards, Bildung, internationale Kontakte

Stefan Nehrer widmete sich der Aus- und Fortbildung und etablierte die Masterausbildung Sportmedizin.

Unter Romain Seil wurden die Professionalisierung und der Ausbau der Geschäftsstelle vorangetrieben sowie die internationalen Kontakte ausgebaut. Ein gemeinsam erarbeiteter 10-Punkte-Plan gab wesentliche Impulse für die Weiterentwicklung unserer Gesellschaft.

Ein mutiger Schritt vollzog sich in der jüngsten Präsidentschaft von Thomas Tischer. Durch die Einstellung von hauptamtlichen Mitarbeitern in den Bereichen Marketing und Event gelang die Organisation des 40. Jahreskongresses der GOTS in Krems erstmals in Eigenregie.

Marketing, Events und Kongresse

Mit über 1700 Mitgliedern ist die GOTS zum 40-jährigen Jubiläum zu einer national und international anerkannten Fachgesellschaft für den Bereich der Sportorthopädie geworden.

Für viele Kolleginnen und Kollegen sowie die Verbandsärzte ist die GOTS auch zu einer beruflichen Heimat geworden. Thematisch werden insbesondere die Muskel- und Sehnenverletzungen, die Prävention von Sportverletzungen und die Kindersportmedizin federführend von Mitgliedern der GOTS bearbeitet. Dies spiegelt sich auch im Programm des diesjährigen Jahreskongresses zum 40-jährigen Jubiläum der GOTS vom 11.-13. Juni 2026 in Osnabrück wider.

Prof. Dr. Martin Engelhardt – GOTS-Schriftführer

> DER ARTIKEL erscheint in der SOT Ausgabe 2/2026.