Neues Praxisbuch: Sportärztliche Betreuung im Profi- und Leistungssport

Gern möchten wir Ihnen das neue Praxisbuch Sportärztliche Betreuung im Profi- und Leistungssport (Lukas/Krutsch/Fehske) vorstellen, das von einer Vielzahl erfahrener Autorinnen und Autoren aus der Sportmedizin verfasst wurde. Dieses Werk richtet sich an Sportärzte sowie an alle, die sich mit der medizinischen Betreuung von Mannschafts- und Einzelsportlern befassen. Das Praxisbuch bietet eine optimale Vorbereitung auf die sportärztliche Tätigkeit und beleuchtet dieses komplexe Tätigkeitsfeld. Es behandelt präventive und beratende Aufgaben, medizinische Möglichkeiten der (legalen) Leistungssteigerung, Ernährung, Regenerationsmanagement sowie Vorsorgeuntersuchungen und Beratungen zu Sportart oder Reha-Sport-Möglichkeiten bei Vorerkrankungen. Mit praxisnahen Inhalten, die von rechtlichen Rahmenbedingungen, Kommunikation in der Sportmedizin, besonderen Situationen in der Mannschaftsbetreuung und unterstützenden Maßnahmen bei Verletzungen reichen, gibt es einen umfassenden Überblick: Grundlagen der Tätigkeit als Sportärztin/Sportarzt • Rechtliche Rahmenbedingungen der Sportmedizin • Sportmedizinisches Wissen im Alltag • Kommunikation in der Sportmedizin • Besondere Situationen in der Mannschaftsbetreuung • Supportive Maßnahmen bei Verletzungen • Einzelne Sportarten Sportärztliche Betreuung im Profi- und Leistungssport
Neues Curriculum der GOTS Young Academy

Liebe Young Academy, wie bereits beim letzten Jahreskongress angekündigt, ist es endlich so weit: Das neue Curriculum ist veröffentlicht! Alle Details dazu findet ihr unter folgendem Link: https://gots.org/die-gots-young-academy/ Mit der Absolvierung des Curriculums möchten wir euch einen umfassenden Einblick in die spannende Welt der Sportmedizin ermöglichen. Das neue Curriculum basiert auf einem innovativen Symposienkonzept, jedes Symposium behandelt dabei alle zentralen Aspekte der Sportmedizin. Sammelt eure Teilnahmen an Symposien und Webinaren, haltet Vorträge und freut euch nach Abschluss des BASIC sowie ADVANCED Levels auf tolle Möglichkeiten und Preise. Seid dabei, vertieft euer Wissen und macht den nächsten Schritt in eurer sportmedizinischen Laufbahn! Sportliche Grüße, Eure Young Academy GOTS Young Academy Florian Altenburger +43 664 88672510 gots.young.academy@gmail.com
Gesundheitsförderung und Verletzungsprävention im Kindes- und Jugendalter / Health promotion and injury prevention in childhood | editor’s choice SOT

Im aktuellen Heft der SOT, 41/3, 2025 wurde wieder ein Artikel als „editor’s choice“ von Herrn Professor Martin Engelhardt ausgewählt. Dieser Artikel ist frei verfügbar: Gesundheitsförderung und Verletzungsprävention im Kindes- und Jugendalter / Health promotion and injury prevention in childhood Lisa Bode, Raymond Best, Michael Cassel, Hartmut Gaulrapp, Michael Krifter, Stefan Nehrer, Claus Reinsberger, Romain Seil, Thomas Tischer, Christian Nührenbörger https://doi.org/10.1016/j.orthtr.2025.07.004 Auf der Journalhomepage ist der aktuelle Artikel an der Spitze der Liste hier zu finden: https://www.sciencedirect.com/journal/sports-orthopaedics-and-traumatology/about/editors-choice
Advanced Sports Medicine | INFOSESSION zum Master of Science (Continuing Education) – MSc (CE)

Am 23. September ab 20 Uhr startet eine Info-Session zum neu entwickelten Master „Advanced Sports Medicine“ an der Donau-Universität für Weiterbildung Krems. Teilnehmen können alle GOTS-Mitglieder via Zoom. Anmeldung hier Infoblatt_AdvancedSportsMedicine-MSc_09-25_WEB Zum Studium Advanced Sports Medicine Was bringt der Master of Sports Medicine? Warum sollte ich ihn machen? Was lerne ich da? – Antworten von Univ.-Prof. PD Dr. Thore Zantop Universitätsprofessur für Sport- und Bewegungsmedizin (gemäß § 98 UG 2002) – Department für Gesundheitswissenschaften, Medizin und Forschung Kontakt: thore.zantop@donau-uni.ac.a
Sehnenverletzungen des Fußes – Ein Wechselspiel zwischen Biomechanik und Gewebehämostase

GOTS Newsletter September 2025
8. Hanse Sport-Orthopädie Tage

Diesmal geht es beim Team Rostock wieder um das Kniegelenk, auch die VKB-Plastik wird bis ins Detail ausgearbeitet. Dazu gehören selbstverständlich die Arthroskopie-Simulatoren, VR-Brillen und – erstmals – auch praktische Übungen zur Transplantat-Armierung sowie ein Instrumentierkurs. Darüber hinaus werden die Gäste von ihrer Profi-Athleten-Betreuung berichten und gemeinsam mit den Studierenden mehrere Fälle ausarbeiten. Verbandsärzte aus dem Eishockey, den Karate-Kadern sowie der Handball-Bundesliga stehen wie gewohnt vor Ort für alle Fragen zur Verfügung. Am letzten Tag schließt das Programm mit Orthesen- und Taping-Workshops sowie einem Untersuchungskurs ab. Ein gemeinsamer Gesellschaftsabend in weihnachtlicher Atmosphäre wird für entspanntes Networking sorgen. Anmeldungen sind ab sofort möglich unter: andrzej.jasina@med.uni-rostock.de
Präventionssymposium Fußball | Samstag, 6. September 2025

Verletzungen sind im Fußball, insbesondere im leistungsorientierten Fußball, ein zentrales Thema. Das vielzitierte Verletzungspech stellt Vereine sowie Trainerinnen und Trainer immer wieder vor große Herausforderungen. Verletzungen sind jedoch kein Schicksal. Zahlreiche Studien zeigen, dass durch gezielte Präventionsmaßnahmen die Anzahl und Schwere der Verletzungen im Fußball deutlich reduziert werden können. Prävention ist dabei jedoch nicht nur eine zentrale Investition in die Gesundheit, sondern insbesondere auch ein Faktor zur Steigerung der Leistungsfähigkeit der Spielerinnen und Spieler und somit ein weiterer Schlüssel zum sportlichen Erfolg. Dieses interdisziplinäre Symposium dient dem Fach- und Erfahrungsaustausch von Trainern und Experten aus den Bereichen Sportmedizin, Physiotherapie und Athletiktraining. Es soll den Teilnehmern vielfältige und praktikable Wege aufzeigen, die zur Verletzungsprävention und zur gestärkten Rückkehr nach Verletzungen beitragen und das Leistungsniveau der Spielerinnen und Spieler nachhaltig verbessern. Für Ihre Anmeldung nutzen Sie bitte das Online-Anmeldeformular. Programm und Anmeldung VBG Fußballsymposium_BMG_250722_V3. pdf
Gold für die Karate-Nationalmannschaft bei den World Games in China: Verbandsarzt Dr. Andrzej Jasina (GOTS) erfüllt sich einen Traum

Das von den Sportorthopäden der Unimedizin Rostock seit 19 Jahren betreute Team der Karate-Nationalmannschaft konnte bei den World Games in China zwei Goldmedaillen erkämpfen. Mit vor Ort war als Verbandsarzt Dr. Andrzej Jasina, Mitglied der GOTS. Er ist auch der Antidopingbeauftragte des Karateverbands. Rostock – Der Jetlag ist überwunden, die Begeisterung bleibt: Dr. Andrzej Jasina, Assistenzarzt an der Orthopädischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Rostock, begleitete als Verbandsarzt die deutsche Karate-Nationalmannschaft zu den World Games 2025 nach China, die am 17. August endeten. Unter 4000 Athleten aus 112 Nationen sicherten sich die deutschen Karateka Mia Bitsch und Johanna Kneer den größten Erfolg ihrer bisherigen Karriere – Gold in ihren Gewichtsklassen. Dass beide in Bestform antreten konnten, ist auch ein Verdienst der sportmedizinischen Betreuung durch das Rostocker Sportorthopädie-Team. Bereits seit 19 Jahren werden die deutschen Karatesportler von der Orthopädischen Klinik in Rostock betreut, eine ungewöhnlich lange Zeit für eine ärztliche Kooperation mit Sportverbänden. Oberarzt Dr. Björn Lembcke koordiniert als zentraler Ansprechpartner die sportmedizinische Betreuung der Nationalmannschaft bundesweit. Viele der Athleten kennt er schon seit ihrer Jugend. „Wir bieten dem Deutschen Karate Verband eine konstante sportmedizinische Betreuung auf hohem Niveau und auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft“, so Lembcke. „Das ist enorm wichtig, da die Sportlerinnen und Sportler nach ihrer Karriere nicht finanziell abgesichert sind und körperliche Langzeitschäden unbedingt vermieden werden müssen.“ Karate gilt zwar als vergleichsweise verletzungsarme Sportart, doch die hohe Dynamik mit schnellen Tritten und Ausdauerbelastungen fordert den Körper stark. Besonders Knie- und Schultergelenke, aber auch die Nase, müssen bei Verletzungen nicht selten operativ versorgt werden. Die hohe fachliche Kompetenz der Rostocker Sportorthopäden hat sich inzwischen herumgesprochen und führt zu Behandlungsanfragen aus ganz Deutschland. Dr. Andrzej Jasina, selbst aktiver Kampfsportler, ist zudem Antidopingbeauftragter des Verbandes. „Viele Sportler wissen nicht genau, welche Medikamente erlaubt sind und welche auf der Dopingliste stehen. Wir behalten das immer im Blick und stimmen die Nachbehandlung entsprechend ab“, so Jasina. Sein Engagement führte dazu, dass er in China als einer von drei deutschen Ärzten Teil des offiziellen World-Games-Teams war und dort auch Athleten anderer Sportarten betreute. Ihr Fachwissen geben die Orthopäden regelmäßig weiter: Die Sportorthopädische Sektion der Unimedizin Rostock ist unter anderem in der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) aktiv und dabei einer von nur vier Standorten im deutschsprachigen Raum, an denen internationale Sportmediziner durch die Fachgesellschaft aus- und fortgebildet werden. „Hierbei sind auch kampfsportbedingte Verletzungen und Überlastungsschäden ein Themenschwerpunkt. Der Karateverband unterstützt uns hier seit 11 Jahren in der ärztlichen Weiterbildung. Wir sind froh und stolz, dass wir hier in Rostock die absolute Weltspitze seit so vielen Jahren medizinisch begleiten und dabei auch in der Aus- und Weiterbildung profitieren können“, so Prof. Dr. Christoph Lutter, Leiter der Sektion für Sportorthopädie. Quelle: PM der Universitätsmedizin Rostock „Ich habe mir einen Traum erfüllt“ Der GOTS sagte Jasina, dass „es für mich eine große Ehre war, für die Deutsche Karate-Nationalmannschaft bereitzustehen und meinen kleinen Beitrag leisten zu dürfen. Schon allein die Qualifikation für die World Games (die – wie Olympia – alle vier Jahre stattfinden) ist ein riesiger Erfolg. Wenn dann beide Athletinnen Gold holen und Deutschland in der Medaillenwertung den Gesamtsieg sichern – noch dazu gegen Karate-Nationen wie Japan oder Ägypten – ist das natürlich ein historisches Ergebnis. Besonders freue ich mich, dass die Athletinnen gesund geblieben sind. Wie für diese Jahreszeit zu erwarten, waren die Bedingungen in Chengdu herausfordernd, aber die Vorbereitung in Hongkong hat eine wichtige Grundlage geschaffen. Seit 19 Jahren betreut die Unimedizin Rostock den Deutschen Karate Verband, und ich darf seit 2022 Teil dieses Teams sein. Inzwischen kenne ich die Athletinnen und Athleten sehr gut. Für mich war dieser Einsatz auf jeden Fall ein voller Erfolg – und die Verwirklichung eines Traums.“ Fotos: DOSB (2)
Neues GOTS Webinar | 17. September 19-20 Uhr | per Zoom
Kopfverletzungen / Schädel-Hirn-Traumen im Sport und die möglichen Spätfolgen | PM August 2025
In Deutschland erleiden im Schnitt 44.000 Menschen jährlich eine Kopfverletzung im Sport. Trotz ärztlicher Checklisten werden beispielsweise Gehirnerschütterungen häufig übersehen. So gibt es unter anderem viele Beispiele von Fußballern, die nach Zusammenstößen im Kopfball-Duell im Spiel blieben, sich gut fühlten und hinterher keine Erinnerung mehr an das Spiel hatten. Ob Gehirnerschütterung, Schädelprellung oder schwerere Schädel-Hirn-Traumen (SHT) – es gilt unverzüglich eine adäquate Behandlung einzuleiten, da mögliche Spätfolgen gravierend sein können. Welche Folgen das sind, darüber referiert Neurologin und Sportmedizinerin Prof. Dr. Iris Reuter, Oberärztin am Universitätsklinikum Gießen, auf dem 16. Zeulenrodaer Kongress für Orthopädie und Sportorthopädie (ZKOS). Verletzungen am Kopf sind besonders häufig in den Kontaktsportarten, wie zum Beispiel Fußball, Handball, Volleyball, aber auch im American Football und beim Reiten. Bei Letzterem vor allem im Cross-Country, wenn der Reiter über den Pferdehals stürzen runtergeht. Rund 17 Prozent der Eishockey-Spieler erleiden einmal in ihrer Sport-Karriere eine Kopfverletzung und immerhin noch rund 9 Prozent der Basketballer und 6 Prozent der Sportler im Fuß- und Handball. „Schädel-Hirn-Traumen werden heute in 3 Schweregrade eingeteilt“, so Prof. Iris Reuter, „Grad eins entspricht der Gehirnerschütterung, Grad 2 wurde früher Gehirnprellung genannt und Grad 3 wird auch als Gehirnquetschung bezeichnet.“ Die Einteilung erfolgt nach dem „Glasgow Coma Score“, einem klinischem Bewertungsschema für Bewusstseins- und Hirnfunktionsstörungen. „Hiermit wird die Bedeutung der klinischen Untersuchung des Verletzten in den Vordergrund gestellt. Beim Schädel-Hirn-Trauma 1. Grades muss entgegen der landläufigen Meinung keine Bewusstlosigkeit vorliegen. Auch der Athlet, der nicht bewusstlos war, kann eine Schädigung des Gehirns erlitten haben. Tritt eine Bewusstlosigkeit ein, so hält sie maximal ca. 5 min an. Bei einem schwereren Schädel-Hirn-Trauma ist die initiale Bewusstlosigkeit länger und auch die strukturelle Schädigung des Gehirns ausgeprägter bis hin zu Gewebszerreißungen, Blutungen und Hirnödem“, so Reuter. Was geschieht im Gehirn bei einem leichten SHT? Auch bei einem leichten SHT kommt es zur Wasseransammlung, zu Entzündungsprozessen, einer Störung der Ionenkanäle und der Energiegewinnung der Zellen. All dies führt zu einer Funktionsstörung der Nervenzellen. Diese Störungen halten bis zu 10 Tage an. Aus diesem Grund sollte man 10 Tage nach einer Schädel-Verletzung zum Beispiel auch keine Prüfung schreiben. Und auch Sportler – selbst, wenn sie sagen, es sei alles in Ordnung – sollten pausieren. Denn durch das erkrankte Gehirn ist auch die Koordination gestört, wodurch sich Sportler bei schnellem Wiedereinstieg häufiger an Muskeln, Sehnen, Bändern und Gelenken verletzen. Beim Bergsteigen sorgen immer wieder Steinschläge für schwere Gehirn-Verletzungen. Selbst kleine Steine entwickeln eine riesige Wucht, wenn sie aus mehreren Hundert Metern Höhe herabfallen. Sehr oft endet ein Steinschlag gegen den Kopf – selbst mit Helm – tödlich, wie zuletzt bei der weltbekannten Biathletin und erfahrenen Bergkletterin Laura Dahlmeier. Von den meisten typischen Schädel-Hirn-Traumen (75% leichte SHT) erholen sich Betroffene innerhalb von 2-3 Wochen. 10 bis 16 Prozent der Patienten jedoch entwickeln das sogenannte „Post-Concussion Syndrom“ und haben noch über 4 Wochen hinaus mit Übelkeit, Schwindel, Schlaf-Beeinträchtigungen und Kopfschmerzen zu tun. Das Syndrom äußert sich zusätzlich in herabgesetzter Aufmerksamkeit und Merkfähigkeit, Betroffene können Dinge nicht genau genug oder nicht in der richtigen Reihenfolge ausführen. Einige Patienten haben auch 1 Jahr nach einem leichten Schädel-Hirn-Trauma noch Symptome. Bei schweren Schädel-Hirn-Traumen sind Rehabilitationsprozesse über mehrere Monate eher die Regel, teilweise kommt es zu irreversiblen Funktionsausfällen. Kognitiv schneiden diese Personen im Schnitt schlechter ab als Vergleichsgruppen. Geringere Belastbarkeit und Konzentration, Ängste und Depressionen, Schlafstörungen Bei wiederholten Kopfverletzungen, wie sie beispielsweise bei Kontaktsportarten auftreten können, kann es zur chronisch traumatischen Enzephalopathie kommen. Sie geht mit einer Schädigung und fortschreitender Degeneration von Nervenzellen einher. Zusätzlich können sich Tau-Proteine im Gehirn einlagern. Im MRT sind auch geringe Veränderungen des Gehirns nach einem SHT meistens eindeutig zu sehen. „Auch bei leichten Schädel-Hirn-Traumen kann man im MRT mit einer speziellen Aufnahmetechnik, der Tensor Imaging Technik, feine Veränderungen der Nervenzellausläufer sichtbar machen“, sagt die Expertin. Durch diese Technik können die sogenannten diffusen axonalen Verletzungen, die auch beim leichten Schädel-Hirn-Trauma vorkommen und für den Verlauf entscheidend sind, diagnostiziert werden. Die Veränderungen im MRT zeigen sich häufig länger, als klinisch vermutet und zeigen noch eine gewisse Vulnerabilität an. Reuter: „Angehörige, Freunde und Arbeitskollegen bemerken bei Patienten mit verzögerter Erholung nach einem Schädel-Hirn-Trauma häufig emotionale Veränderungen, eine verminderte Belastbarkeit, Ängste und Depressionen, Schlafstörungen und ein Sich-nicht-konzentrieren-können. Einst starke Menschen werden mitunter weinerlich, sind völlig aus dem Leben gerissen.“ In diesem Falle sollte wiederholt eine Diagnostik mit dem MRT erfolgen, die Person muss komplett aus der Belastung genommen werden oder auch psychologisch betreut werden. Bei Vorschädigungen wirken Kopfverletzungen umso schlimmer. Hierbei sind bei rund 30 Prozent der Betroffenen nach vier Monaten immer noch Auffälligkeiten im MRT zu sehen. Es muss aber nicht immer nur der aktive Sport sein, der zu Schädel-Hirn-Traumen führt. Besonders häufig sehen Frau Prof. Reuter und ihre Kollegen Kopfverletzungen bei Radfahrern. Da ist es egal, ob sportlich mit dem Rennrad oder einfach nur mit dem Holland-Rad zur Arbeit: wer kopfüber über den Lenker fällt, hat hohe Risiken für eine Gehirnverletzung. Diese muss, um Folgeschäden zu vermeiden, IMMER genügend Zeit haben, auszuheilen.