Das war der 37. Jahreskongress der GOTS – Kongressbericht
Vom 19. bis 20. Mai 2022 fand der 37. Jahreskongress der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin in Präsenz statt. Nach dem Onlinekongress vom letzten Jahr wieder eine willkommene Möglichkeit auch abseits von fachlichen Dingen miteinander zu kommunizieren und sich auszutauschen. Kongresspräsident Prof. Wolf Petersen und Prof. Thore Zantop haben dabei ein wissenschaftlich hoch ansprechendes, interdisziplinäres Programm konzipiert. Insgesamt 485 Teilnehmer, v.a. sportmedizinisch interessierte Ärzte aber auch Physiotherapeuten, Sportwissenschaftler, Orthopädietechniker und Studenten nahmen an dem Kongress teil. Für die Physiotherapeuten gab es am Freitag einen eigenen PhysioDay, wo spezielle Themen der Prävention von Sportverletzungen und Rehabilitation im Profisport besprochen wurden. Die Ausbildung des Nachwuchses der „Young Academy“ und der Assistenzärzte/innen ist ein wichtiger Bestandteil unseres Jahreskongresses. In einem hybriden PreDay standen wissenschaftliche Themen wie Concussion, Schulterverletzungen oder EMG Diagnostik auf dem Programm. Der zweite Tag stand dann ganz im Zeichen der Praxis: Sonographie, Taping, Arthroskopie am Model und EMG Hands on. Aktuelle Themen wie Social Media in Sport und Medizin wurden vorgestellt und zeigten einen Überblick über die verschiedenen Netzwerke und welche Relevanz sie für die Medizin haben. Interessant war auch, welche Relevanz Social Media inzwischen für die Industrie besitzt oder wie viel Aufwand es tatsächlich ist einen Instagram Kanal erfolgreich zu betreiben. Eine eigene Sitzung befasste sich mit digitalen Innovationen in der Sportmedizin. So wird z.B. künstliche Intelligenz in ersten Anwendungen in der Prävention von Sportverletzungen eingesetzt, wobei hier vor einem klinisch relevanten Einsatz u.a. noch ethische Fragen zu beantworten sind. Wer ist verantwortlich, wenn die künstliche Intelligenz entscheidet, da die Entscheidungswege der KI nicht mehr nachvollziehbar sind („Black Box“)? Schon im Einsatz dagegen sind Sensoren zur sensorgesteuerten Rehabilitation oder On Field Tracking, um noch individueller trainieren zu können oder digitale Gesundheitsanwendungen (DIGA). Dem bekannten Sportmediziner und Gründungspräsidenten der GOTS Prof. Heinrich Hess wurde anlässlich seines 90. Geburtstags gratuliert und er wurde für seine außerordentlichen Verdienste für die GOTS geehrt. In der Sitzung Hochleistungssport gaben uns die erfolgreichen Wasserspringer Patrick Hausding und Lars Rüdiger, Bronzemedalliengewinner von Tokyo 2021 sowie die beiden paralympischen Athleten Christoph Wilke und Pierre Senska, interessante Einblicke in den Sport. Anschließend erfolgte die Ehrung von dem verstorbenen Kollegen Herrn Karl-Heinz Zeilberger aus München zum Sportarzt des Jahres 2022. Weitere interessante Themen wie arthroskopische Operationstechniken, Kreuzbandverletzungen, Verletzungen im Kindesalter, Einsatz von Biologika oder sportartspezifische Verletzungen standen auf dem Programm. Auf der Mitgliederversammlung erfolgte dann die Staffelübergabe der Präsidentschaft von Prof. Romain Seil an seinen Nachfolger Prof. Thomas Tischer. PD Dr. Casper Grim wurde Incoming Präsident, Prof. Wolf Petersen Vizepräsident Deutschland und PD Dr. Christian Egloff Vizepräsident Schweiz. Dr. Michi Krifter wurde als Vizepräsident Österreich bestätigt. Beim Gesellschaftsabend kam auch der praktische Sport nicht zu kurz. In einem Beach Volleyball Turnier wurde um die Krone des besten GOTS Beach Volleyball Teams gespielt. ©Intercongress / S.Runke – Die Bildermanufaktur Anschließend haben uns die AGA Scopes dann musikalisch gut eingeheizt. Wir danken allen die den Kongress organisiert, durchgeführt, gesponsort oder teilgenommen haben und freuen uns auf ein Wiedersehen 2023 in Luxemburg! GOTS – we care about sports! Ihre Prof. Dr. Thomas Tischer, MBA PD Dr. Casper Grim Prof. Dr. Martin Engelhardt Präsident der GOTS Incoming Präsident Schriftführer
Young Academy Students Days beim 37. GOTS Jahreskongress
Von Anna Hofferek und Elena Neunteufel Dieses Jahr gab es endlich wieder die Möglichkeit, den Jahreskongress der GOTS in kompletter Präsenz durchzuführen, genauso wie den dazugehörigen Young Academy Students Day. Dieser war heuer zweigeteilt und startete bereits am 18.05., dem Vorabend des eigentlichen Kongressbeginns mit einem Zoom Meeting zu den Grundlagen für die Hands On Kurse am Folgetag. Gesendet wurde aus dem Universitätscampus der Charité Berlin. Neben der Anatomie der Schulter (Stefan Köppe, Berlin), einem Einblick in die Schulterarthroskopie (Elena Neunteufel, Wien) kamen auch im Studium weniger präsente, aber dennoch höchst spannende Themen wie Concussion (Dr. Friedemann Schneider, Innsbruck) und die physiotherapeutischen Möglichkeiten in diesem Bereich (Anneke Klostermann, Zürich) zur Sprache. Einen großartigen Überblick zu Schulterverletzungen und -behandlungen präsentierte PD Dr. Christoph Lutter (Rostock). Wir bekamen zudem einen Einblick in die EMG Diagnostik am Beispiel des Schultergelenkes (Kine Academy). Schwerpunkt-Sportart und roter Themenfaden war heuer Rugby, eingeleitet von Andrzej Jasina (Rostock). Im Anschluss gab es noch eine online Mitgliederversammlung der Young Academy mit Neuwahlen des Vorstandes und Verleihung des ersten Curriculum Zertifikates. Danach ließen wir mit all denjenigen, die sich bereits live vor Ort in Berlin befanden, den Abend noch bei gutem italienischen Essen ausklingen. In der Kongresslocation MOA Berlin starteten am Donnerstag knapp 30 motivierte Studierende dann direkt in die Praxiskurse. Erstes Highlight war die gegenseitige Schulter-Sonographie (Fa. Alpinion Medical), angeleitet von Dr. Thomas Gangl und Dr. Kirsten Thünemann (Neumünster). Beim Taping Workshop wurde, unter Anleitung von Anneke Klostermann zudem die ein oder andere Rolle Tape verbraucht – auch für bisher unbekannte Techniken wie das Oberschenkel- oder Ohrtape im Rugby. Zwischen den Workshops war Zeit für eine kleine Stärkung, das Erkunden der Industrieausstellung und den ein oder anderen Vortrag des Kongressprogramms. In der Nachmittags-Session wurden unter Instruktion von Dr. Robert Lenz (Rostock) die wichtigsten Untersuchungstechniken der Schulter aufgefrischt. Unter Anleitung von PD Dr. Christoph Lutter wurde an Schulter-Modellen (Fa. Arthrex) der Umgang mit dem Arthroskop trainiert und OP Schritte, wie das Setzen von Ankern und das Anbringen einer Rotatorenmanschettenaht geübt. MU Dr. Eugen Rašev (Schweinfurt) fesselte alle mit einem beeindruckenden Vortrag zum Thema Funktionspathologie der Schultergürtelmuskulatur in Bezug auf die häufigsten Schulterschmerzen der heutigen Zeit und demonstrierte Anschließend die praktische Anwendung von Elektromyographischen Diagnostik- sowie Therapiemöglichkeiten (Fa. Medizintechnik Horn, Kiso). Wiederum eine Methodik die über den Horizont des Standardcurriculums im Studium deutlich erweitert. Damit endete das Programm der Students Days. Als letzten Vortrag des ersten Tages besuchte ich die Podiumsdiskussion mit den 3 Spitzensportlern Patrick Hausding, Pierre Senska und Christoph Wilke. Zu erfahren, was sich alles hinter dem Leistungssport verbirgt, was man in dieser Zeit erleben darf, aber auch welche Opfer man dafür bringt, fand ich äußerst spannend. Ein weiterer Höhepunkt folgte abends mit der Kongressparty in Beach Mitte. Die Young Academy war mit ein paar Teams beim Beachvolleyball Turnier am Start und schlug sich gut! Auch wenn es für den Sieg nicht ganz gereicht hat, war es ein sehr gelungener Abend bei gutem Essen, toller Musik der AGA Scopes, dem ein oder anderen Getränk und vielen inspirierenden Gesprächen. Am Freitag verfolgten wir dann noch einige weitere spannende Vorträge, bevor die Heimreise angetreten wurde. Ein großes Dankeschön an alle Vortragenden sowie die Firmen Arthrex, Medizintechnik Horn/Kiso und Alpinion, welche uns die Geräte und Materialen zur Verfügung stellten! Alles in allem ein sehr schöner Kongress, auf dem man einige alte und viele neue Gesichter kennenlernen durfte. Ein paar intensive Tage, der uns gezeigt haben, was man im Bereich der Sportorthopädie alles erreichen kann und in denen man durch die Hands-On Kurse das eigene Wissen und die praktischen Fähigkeiten enorm erweitern konnte.
Young Academy: Bericht zum Sportorthopädie-Kurs an der Universitätsmedizin Rostock
Von Stefan Köppe Am 7. Mai dieses Jahres lud Andrzej Jasina von der Orthopädischen Klinik der Universitätsmedizin Rostock die GOTS Young Academy zum ersten Sportorthopädie-Kurs für Studenten an seiner Klinik ein. Mit Begeisterung sind andere Mitglieder und ich dieser Einladung gefolgt und ich freue mich, jetzt über die Veranstaltung berichten zu können. Die Anfahrt gelang dank der guten Verkehrsanbindung und zentralen Lage problemlos. Zudem konnten wir bei dieser Gelegenheit direkt die gut erhaltene hanseatische Altstadt bestaunen. Der Kurs selbst fand im repräsentativen historischen Gebäude der Orthopädischen Klinik statt. Das für 3 Tage konzipierte Programm wurde am Donnerstag- und Freitagnachmittag sowie am Samstag ganztägig angeboten. Es ist bietet grundlegende Einblicke in verschiedene Bereiche der Sportorthopädie, beginnend mit der Verletzungsprävention, woran sich die Diagnostik und therapieunterstützende Maßnahmen anschließen. Auch das Thema „Return-to-Sports“ wird bearbeitet. Ich selbst konnte leider nur am Samstag teilnehmen, dieser stellte dafür aber mit seinen vielen praktischen Workshops das Highlight des Kurses dar. Das Tagesprogramm begann mit einer herzlichen Begrüßung seitens der Veranstalter und einem Vortrag zur Bildgebung. Darin gab Herr Klaan (Radiologe) praktische Hinweise zur Verletzungsdiagnostik mittels verschiedener radiologischer Verfahren und stellte insbesondere verschiedene luxationsbedingte Labrumsläsionen anschaulich dar. Anschließend informierte uns ein Orthopädietechniker über die Einsatzgebiete sowie Vor- und Nachteile von Bandagen und Orthesen. Im Selbstversuch erkannten wir, wie schlecht wir mit Unterarmgehstützen laufen können und erhielten nützliche Hinweise für den fachgerechten (Um-)Gang mit selbigen. Diese Erfahrung wird sicherlich auch unseren zukünftigen Patienten zugutekommen. Nach einer Mittagspause, die Gelegenheit zum Kennenlernen und Austausch mit den anderen Studierenden bot, konnten wir über mehrere Stunden in den Workshops zu muskuloskelettaler Sonographie, Arthroskopie des Schultergelenks und einem Nahtkurs (inkl. arthroskopischer Knoten) mit der Entwicklung praktischer Fertigkeiten beginnen – ganz nach der Empfehlung von Goethe: „Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden“. Die Teilnehmenden wurden hierfür in kleine Gruppen aufgeteilt und von den Orthopäden Dr. Lutter und Herrn Jasina angeleitet. Beide gaben hilfreiche Tipps für den klinischen Alltag und beantworteten geduldig unsere Fragen. Rückblickend wirkt es, die Veranstalter hätten beabsichtigt, ihre klinischen Erfahrungen in der Sportorthopädie zusammenzufassen und einen für Studierende relevanten Mehrwert zu bieten – das ist ihnen definitiv gelungen! Die vermittelten Kenntnisse sehe ich insbesondere auch als nützlich für die Famulatur oder das PJ an.
Dr. Karlheinz Zeilberger posthum zum GOTS Sportarzt des Jahres 2022 gewählt
Dr. Karlheinz Zeilberger begann seine sportmedizinische Karriere am Lehrstuhl für Sportmedizin und Prävention an der TU München unter Prof. Dr. med. Dieter Jeschke. „Adäquate Anwendung der Laktat-Leistungsdiagnostik bei der Trainingsteuerung im Hochleistungssport“, „Antidoping“, „Reanimation am Spielfeldrand“, „Schmerzmittel im Sport“ – in diesen Themen war unser Kollege Dr. Karlheinz Zeilberger besonders sattelfest. 1988 betreute er als Verbandsarzt der DESG die deutschen Eisschnellläufer und Short Tracker, ebenso bei den Olympischen Spielen 1998, 2002 und 2006. Seit 1991 war Dr. Zeilberger Mitglied des Bayerischen Sportärzteverbandes, er war Bezirksvorsitzender in Oberbayern, als Schatzmeister hatte er die Finanzen immer im Griff. Bei der Sportphysiotherapie im Deutschen Olympischen Sportbund hat er die Sportpysiotherapeuten für Weltmeisterschaften und Olympische Spiele mit vorbereitet. Im Antidoping Kampf arbeitete er für die Dopingkontrollagentur PWC GmbH und den Internationalen Skiverband, FIS. Im Bayerischen Sportärzteverband organisierte er Kongresse mit und veranstaltete für die Verbände des BLSV Antidoping-Seminare. Zeilberger war Mitinitiator bei den sportmedizinischen Untersuchungen, die von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wurden. Die erste, die zusagte war übrigens 2010 die Techniker Krankenkasse. Inzwischen sind es weit über zwanzig KK. Eine Aktion, die dann auch in der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention bundesweit ausgebaut worden ist. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem BÄSV und dem BSÄV war er großer Befürworter beim Aufbau einer Reihe von qualifizierten Untersuchungsstellen für Mitglieder des BLSV, aber auch für die Landeskader der Fachverbände. Das war einer unserer Wunschträume, eine enge Verzahnung der Sportmedizin mit dem Breitensport, damit der Sportmedizin in der öffentlichen Wahrnehmung, nicht nur im Hochleistungssport stattfindet. Aber die ersten Versuche solche Untersuchungs- und Beratungsstellen einzuführen, scheiterten schon 1974 im damaligen Landesleistungsausschuss des Bayerischen Landessportverbandes am Widerstand des damaligen Präsidenten. Inzwischen gibt es 38 dieser Einrichtungen. Zeilberger leitete selbst eine stark frequentierte sportmedizinische Untersuchstelle des BLSV und des BSÄV in München. Sein sportmedizinisches Wissen hat er mit uns allen immer geteilt. Seinen Sportlerinnen und Sportlern, Patientinnen und Patienten war er ein unersetzlicher Ratgeber und Freund. Die Nominierung zum Sportarzt des Jahres 2022 hat ihn noch vor seinem, auch für uns doch überraschenden Tod, erreicht und er hat sich riesig gefreut. Posthum möchten seine Familie und wir ihn nun ehren. Der Tod ist für uns alle ein täglicher Begleiter. Nicht nur wir Mediziner behaupten der Tod sei etwas Normales und gehöre zum Leben. Aber wenn er uns dann das Liebste, einen Freund, ein Mitglied aus unserer Familie oder liebgewordene Mitmenschen wegnimmt, stehen wir erstmal da und fragen uns: „Warum“. Eine Antwort weiß niemand und wenn wir es versuchen wollten, würde die Antwort immer nur müder Versuch einer Erklärung sein. Karlheinz, Du fehlst nicht nur deiner Familie, sondern auch uns sehr. Du warst ein Mensch, ein Freund, ein toller Kollege und Du hast Spuren im unserem Leben hinterlassen, die uns noch oft an Dich erinnern werden.
Forschungsförderung der GOTS 2022 geht an Anna Bartsch
Die alle zwei Jahre von der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) vergebene Forschungsförderung geht im Jahr 2022 an Frau Anna Bartsch. Sie ist Assistenzärztin der Orthopädie und Traumatologie am Universitätsspital Basel. Die Wissenschaftlerin erhält für ihre Forschung zum Thema „Der Einfluss der dynamischen vs. statischen medialen patellofemoralen Bandrekonstruktion bei rezidivierender Patellaluxation auf klinische und biomechanische Knieparameter: eine prospektive randomisierte klinische Studie“ die Unterstützung von 20.000 Euro. Kurze Vorstellung des Projekts: Eine Über- oder Unterspannung des Grafts bei der Rekonstruktion des medialen patellofemoralen Ligaments zählt zu den häufigsten Komplikationen der chirurgischen Behandlung bei chronischer Patellainstabilität, weswegen Becher ein dynamisches Muskeltransferverfahren entwickelte, bei der die Patella durch Muskelkontraktionen stabilisiert werden soll. Sie evaluieren und vergleichen in einer multizentrischen Level-1-Studie das klinische und biomechanische Outcome der statischen Technik nach Schöttle und der dynamischen Technik nach Becher. Klinisch-radiologische und biomechanische, isokinetische sowie elektromyographische Analysen werden hierfür in einer prä-postoperativ vergleichenden Studie mit Nachuntersuchungszeit von zwei Jahren durchgeführt. Es werden bessere oder vergleichbare klinische und funktionelle Ergebnisse und durch den Wegfall einiger Operationsschritte zudem eine einfachere, schnellere und kosteneffektive Operation beim dynamischen Becher Verfahren im Vergleich zur statischen Rekonstruktion nach Schöttle erwartet. Insgesamt sind 8 Anträge auf GOTS-Forschungsförderung eingereicht worden, die in anonymisierter Form in einem unabhängigen Verfahren von drei Gutachtern bewertet worden sind. Wir danken den Mitgliedern der Jury Prof. Dr. Wolf Petersen (Martin-Luther-Krankenhaus Berlin), Prof. Dr. Ulrich Stöckle (Charité – Universitätsmedizin Berlin) und Prof. Dr. Rüdiger von Eisenhart-Rothe (München) für ihre Unterstützung und kompetente wissenschaftliche Bewertung der Studien sowie allen Bewerbern für die Einreichung der durchweg fachlich qualitativ hochwertigen Studien.
Univ.-Prof. Dr. med. Thomas Tischer ist neuer Präsident der GOTS
Auf dem 37. Jahreskongress der GOTS wurde Univ.-Prof. Dr. med. Thomas Tischer (MBA) zum neuen Präsidenten der GOTS gewählt. Prof. Tischer ist Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Malteser Waldkrankenhaus in Erlangen. Schwerpunkt seiner klinischen Arbeit ist neben der Behandlung von Sportlern die komplette Knie- und Schulterchirurgie. Aktuelle Forschungsschwerpunkte sind u.a. Sport mit Endoprothesen, Einsatz von plättchenreichem Plasma zur Geweberegeneration, vordere Kreuzbandrevisionen und die Prävention von Sportverletzungen.
37. Jahreskongress der GOTS – Wahl des neuen Vorstandes
In den GOTS-Vorstand neu hinzugekommen sind: PD Dr. Carlo Camathias PD Dr. Christoph Lutter PD DR. Lukas Negrin Dr. Christian Nührenbörger Dr. Cornelia Zeitler Ausgeschieden sind: PD Dr. Marco Ezechieli, D Dr. Christian Lang, A Dr. Lukas Weisskopf, CH
Das sind die Preisträger vom GOTS-Kongress 2022
Sporlastic Posterpreis Platz 1: Ruckenstuhl, P., Allograft versus Hamstring-Autograft bei der primären Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes Platz 2: Baur, H., Veränderungen der Reflexaktivität der Hamstring-Muskulatur im Verlauf der Rehabilitation nach Ruptur des vorderen Kreuzbandes (VKB) Platz 3: Enz, A., Die Analyse von Handschuhschäden durch chirurgisches Knoten von Sehnen und Faszien an Knie, Hüft- und Schultergelenk Young Investigator Award – by Bauerfeind Platz 1: Höger, S., Gast, L., Marty, B., Hotfiel, T., Bickelhaupt, S., Uder, M., Heiss, R., Nagel, A., Einfluss von exzentrischem Training und Delayed-Onset Muscle Soreness (DOMS) auf Natrium (23Na)- und quantitative Protonen (1H)- Parameter der Muskulatur in der Magnetresonanztomographie (MRT) Platz 2: Peez, C., Grose Allermann, M., Deichsel, A., Raschke, M.J., Glasbrenner, J.., Briese, T.., Jens, W., Herbst, E.., Kittl, C., Hingefrakturen nach varisierender distaler Femurosteotomie als Auslöser der interfragmentären Torsionsinstabilität – Eine biomechanische Analyse Platz 3: Gräber, S., Lutter, C., Jones, G., Groß, J., Tadda, L., Tischer, T., Epidemiologie akuter Verletzungen und Überlastungsschäden im Unterwasser-Rugby Best Abstract Szymski, D., Huber, L., Memmel, C., Weber, J., Alt, V., Krutsch, W., Return to Competition nach vorderer Kreuzbandruptur im Fußball – Unterschiede zwischen Profis und Amateuren SOT-Paper of the highest public interest 2020/21 Platz 1: Ritsch, M., Verletzungen und Überlastungsschäden im Kraftsport, Heft 3/2020, 3430 Downloads Platz 2: Chaabene, H., Lesinski, M.,Behm, D., Granacher, U., Performance – and health-related benefits of youth resistance training, Heft 3/2020, 3112 Downloads Platz 3: Wagener, S., Hoppe, M., Hotfiel, T., Engelhardt, M., Javanmardi, S., Baumgart, C., Freiwald, J., CrossFit® – Development, Benefits and Risks Heft 3/2020, 2023 Downloads GOTS-Forschungsförderung Frau Anna Sophie Bartsch (Universitätsspital Basel): „Der Einfluss der dynamischen vs. statischen medialen patellofemoralen Bandrekonstruktion bei rezidivierender Patellaluxation auf klinische und biomechanische Knieparameter: eine prospektive randomisierte klinische Studie“
Stellenausschreibung
KV Sitz in Berufsausübungsgemeinschaft | Orthopädie und Unfallchirurgie KV-Sitz Orthopädie/Unfallchirurgie in BAG Wir sind eine etablierte Gemeinschaftspraxis (BAG) mit vier gleichberechtigten Ärzten/Partnern. Wir suchen für den ausscheidenden Seniorpartner eine flexible Nachfolgeregelung mit Übernahme des KV-Sitzes zum 01.01.2024 oder 01.07.2024. Unsere Gemeinschaftspraxis hat einen überdurchschnittlichen Anteil an Privat- und Selbstzahlerpatienten. Wir decken das gesamte Spektrum der konservativen Orthopädie ab. Wir operieren an zwei Standorten ambulant und stationär. Wir freuen uns auf Sie. Dr. med. Björn Erben Facharzt für Chirurgie, Sportmedizin, Chirotherapie, Notfallmedizin OCP Orthopädisch chirurgische Praxis am Elisabethenstift Landgraf-Georg Strasse 100 64287 Darmstadt erben@ocp-darmstadt.de www.ocp-darmstadt.de Tel: 061517807520 Fax 06151/7807510
Wings for Life Worldrun – GOTS ist dabei
Am 8. Mai 2022 findet wieder der Wings for Life Worldrun statt. Auch heuer gibt es die Möglichkeit via App Run teilzunehmen oder life an den Flagship Locations. Jeder Teilnehmer kann sich zudem einem Team anschließen. Als Gesellschaft für orthopädisch-traumatologische Sportmedizin möchten wir diese Initiative natürlich unterstützen und sind mit einem Team am Start! Ladet gerne auch Freunde und Kollegen ein, wir freuen uns über zahlreiche Teilnehmer. Team GOTS: https://www.wingsforlifeworldrun.com/en/teams/521xGX Social Media Aktion: Wer möchte kann gerne ein Foto beim Laufen auf Intragram hochladen mit dem Hashtag #gots4wingsforlife oder per Mail an gots.young.academy@gmail.com für eine kleine Collage im Anschluss. Allgemeine Informationen und Anmeldung: https://www.wingsforlifeworldrun.com/en/ Beim Wings for Life World Run starten alle Teilnehmer weltweit zur selben Zeit UTC 11:00 (Deutschland 13:00). Jeder ist willkommen, ob Läufer oder Rollstuhlfahrer. Eine Ziellinie gibt es nicht, stattdessen setzt sich 30 Minuten nach dem Start das Catcher Car in Bewegung und überholt die Läufer nach und nach. Alle Startgelder und Spenden fließen zu 100% in die Rückenmarksforschung.