Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin

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Aktuelles aus der Arbeit des GOTS Komitees „Funktionelle Diagnostik“

Ziele erreicht: 1.  Vernetzung vielen Zentren für „Funktionelle Diagnostik“ im   Wirkungsgebiet der GOTS 2. Webinar „Funktionelle Diagnostik“   In progress: 1.  Erstellung von Algorithmen für die Anwendung der „Funktionellen   Diagnostik“ in Prävention, Diagnostik und Rehabilitation 2.  Schaffung von Evidenz im Themengebiet „Funktionelle Diagnostik“ 3.  Ausarbeitung von Zugangsmöglichkeiten für Anwender ohne   institutionelle Methodik zur „Funktionellen Diagnostik“   Ausblick: -Nächstes Meeting GOTS Kongress Berlin -Erstellung Abschliessen Algorythmus für praxisorientierte Anwendung -VISION :  Expertenmeeting – „Kochbuch“ für die funktionelle Diagnostik  

Aktuelles aus der Arbeit des GOTS Komitees „Wirbelsäule“

Rückblick 2021 Vortrag bei GOTS Young Academy in Graz im Mai 2021 Vortrag bei GIZ Sommer Sport Physio Tage 2021 Vortrag bei DKOU im Oktober 2021 Vorträge bei sportmed. Grundkurs im November 2021 (Sportarztdiplom)   Ausblick 2022 GOTS Kongress 2022 in Berlin Markus Knöringer: Belastung der WS im Sport Ralph Schernberger: Traumatische Verletzungen, Unfälle, HWS anhand von Case Demos Björn Lembcke: Sport nach WS-Operationen Karin Pieber: Fallbeispiele aus einer sportmedizinische Ordination (interaktiv) Webinar Wirbelsäule am 22.06.2022 Markus Knöringer: Optimaler Einsatz bildgebender Diagnostik in der Abklärung von Wirbelsäulenbeschwerden Björn Lembcke: Return to sports nach/unter konservativer WS-Therapie Raphael Scheuer: ESWT rund um die WS – Evidence und Trends Karin Pieber: core stability inkl. real-time ultrasound

Aktuelles aus der Arbeit des GOTS Komitees „Muskel/Sehne“

    Kongress: 5 Sessions auf dem virtuellen GOTS Kongress 2021   Publikationen 2021: Herausforderung Muskelverletzung – Ausgewählte Aspekte zur Therapie und Prävention Hotfiel T, Grim C, Freiwald J, Weisskopf L, Bloch W, Engelhardt M. Achillessehnenruptur im Spitzensport – welche Faktoren entscheiden über das Karriereende? SPORTORTHOTRAUMA 2021 Weisskopf, L. Siegler, A. Hirschmüller E-Referenz Orthopädie und Unfallchirurgie – Fuß und OSG – Themenblock Achillessehne, Thieme Verlag Weisskopf, L. Siegler, A. Hirschmüller Kompressionstherapie im Sport. T. Hotfiel, M. Hoppe, B. Greitemann, N. Maudanz, S. Schröter, M. Engelhardt. Stellenwert der. Sportärztezeitung 03/2021. Thesportgroup GmbH   Hirschmüller A, Morath O. Tendinopathie der Achillessehne. Z Rheumatol. 2021 Sep;80(7):629-640. doi: 10.1007/s00393-021-01006-2. Epub 2021 Jul 21. PMID: 34287670 German. Morath O, Beck M, Taeymans J, Hirschmüller A. Sclerotherapy and prolotherapy for chronic patellar tendinopathies – a promising therapy with limited available evidence, a systematic review. J Exp Orthop. 2020 Nov 9;7(1):89. Hirschmüller A. Therapie von Muskelverletzungen im Sport, Sportärztezeitung 4/21 Patricios J, Rossiter M, Cunningham C, Fitzpatrick J, Hirschmueller A, Mweli T, Roos B,  Thornton JS. From da Vinci to definitive diagnosis: how training in sports ultrasound harnesses sound, science and skill. Br J Sports Med. Published Online First: 30 June 2021. doi: 10.1136/bjsports-2021-104667 Hotfiel T, Höger S, Nagel AM, Uder M, Kemmler W, Forst R, Engelhardt M, Grim C, Heiss R. Multi-Parametric Analysis of Below-Knee Compression Garments on Delayed-Onset Muscle Soreness. Int J Environ Res Public Health. 2021 Apr 6;18(7):3798. doi: 10.3390/ijerph18073798. Riexinger A, Laun FB, Höger SA, Wiesmueller M, Uder M, Hensel B, Forst R, Hotfiel T, Heiss R. Effect of compression garments on muscle perfusion in delayed-onset muscle soreness: A quantitative analysis using intravoxel incoherent motion MR perfusion imaging. NMR Biomed. 2021 Feb 16:e4487. doi: 10.1002/nbm.4487 Komitee-Publikationen: O&U Behandlungspfade Sportorthetik T. Hotfiel, B. Greitemann, M. Engelhardt. Sportorthetik – Orthopädische Hilfsmittel im Sport. Behandlungspfade OU. OUMN, Orthopädie und Unfallchirurgie. Juni 2021, Jg. 11, Nr. 3. Springer T. Hotfiel, B. Greitemann, M. Engelhardt. Sportorthetik – Orthopädische Hilfsmittel im Sport. Sportorthetik untere Extremitäten: Prinzipien, Möglichkeiten, Grenzen. Teil I: Orthopädische Hilfsmittel im Sport. OUMN, Orthopädie und Unfallchirurgie. Juni 2021, Jg. 11, Nr. 3. Springer T. Hotfiel, B. Greitemann, M. Engelhardt. Sportorthetik – Orthopädische Hilfsmittel im Sport. Sportorthetik untere Extremitäten: Prinzipien, Möglichkeiten, Grenzen. Teil II: Sportorthethik – ausgewählte klinische Anwendungsgebiete. OUMN, Orthopädie und Unfallchirurgie. Juni 2021, Jg. 11, Nr. 3. Springer 12/2021: GOTS Pressemitteilung zum Thema   2022 in process SOT Schwerpunktheft 01/22 mit Komitee-Beiträgen E-Referenz Orthopädie und Unfallchirurgie – Fuß und OSG – Themenblock Achillessehne, Thieme Verlag Weisskopf, L. Siegler, A. Hirschmüller Übersichtsarbeit Prox. Hamstringtendinopathien (Zusammenarbeit Ray Best), Zeitschrift für Sportverletzung Sportschaden Jahreskongress Sitzung Muskulatur             SEHNENREGISTER Registerkomitee Anja Hirschmüller und Lukas Weisskopf Finanzierung gesichert durch Altius / Ethikantrag in der Schweiz: genehmigt! Zwischenzeitlich Verzögerungen beim Studienzentrum in Freiburg / Arbeit konnte aktuell wieder aufgenommen werden

Aktuelles aus der Arbeit des GOTS Komitees „Prävention“

Publikationen Sportverletzungen/Sportschaden – Tri-Nationales Survey „Current status of sports injury prevention: A tri-national survey among members of the German-speaking orthopedic sports medicine society (GOTS) “. Stand: pubilziert. Update-Paper aus der Arbeitsgruppe des Expertenmeetings „Prävention“ zum Thema Schulterprävention “Risk factors and prevention strategies for shoulder injuries in overhead sports: an updated systematic review”. Stand: eingereicht   GOTS Kongress 2022 Sitzung „Konservative Therapie“ – in Zusammenarbeit mit der EuroCom Sitzung „Prävention“ unter Einbeziehung des Komitees Update Prävention Knie Update Prävention am OSG Probleme bei der Umsetzung von Präventionsprogrammen Umsetzung der Prävention im Ballsport Umsetzung von Präventionsmaßnahmen im alpinen Skisport     Vertretung der GOTS und des Präventionskomitees auf dem VBG Symposium „Hochleistungssport“ am 04.05.2022 Mitwirkung der GOTS am Testmanual der VBG „Return-to-Competition. Beurteilung der Spielfähigkeit nach akuter Verletzung der Schulter“ Webinar Prävention von Schulterverletzungen 16.03.2022   Programm: Einführung/Begrüßung  R. Seil, C. Grim, T. Tischer Was sind evidenzbasierte Risikofaktoren für Schulterverletzungen in den Überkopfsportarten?   M. Hoppe Was macht den Überkopfsport eigentlich so problematisch?   F. Mauch Was gibt es für evidenzbasierte Schulterpräventionsprogramme? T. Tischer Wie läuft ein RTP nach Schulterverletzung?       C. Grim Diskussion                   alle   Planung Publikationen: 3 Übersichtartikel zum Thema Sekundärprävention als aufeinander folgende „Reihe“ Verantwortlich: Brucker/Hoppe/Grim Einbindung der Komitee-Mitglieder gemäß ihren jeweiligen Spezialitäten Themen: Knie, OSG, Schulter Veröffentlichung in „Sportverletzung und Sportschaden“. Inzwischen IF >1   Planung Initiative SSI: Aufarbeitung des Themas/Projektes „Stop Sports Injuries“. GOTS – AOSSM (Arbeitsgrundlage in der Komitee-Sitzung vorgestellt und im Anhang des Berichtes)     Vorgehen: Prüfung und Ergänzung der vorhandenen Systematik (stop sports injuries) Übersetzung und Ergänzung der bereits bestehenden Beiträge der AOSSM Erstellung weiterer Fact-Sheets nach dem gleichen Muster (zusätzliche Sportarten) Buchpublikation „Kompendium Sportartspezifische Prävention“                                 Planung Podcast Serie „Prävention“  

Neues GOTS-Komitee „Behindertensport“ gegründet

                          Im Januar 2022 hat sich unter der Leitung von Anja Hirschmüller und Bernhard Greitemann das neue GOTS-Komitee „Behindertensport“ gegründet. Weitere Mitglieder des Komitees sind: PD Dr. med. Karin Pieber: Institut für Physikalische Medizin und Rehabilitation, Uniklinikum St. Pölten Dr. med. Helmuth Ocanasek: Ärztlicher Leiter am Institut für Sport und Gesundheitsmedizin, Linz, Stv. ärztl. Leiter Cardiomed internistisches Rehabilitationszentrum, Verbandsarzt des OÖBSV, starke Lehraktivität in Sportmedizin und  Rehabilitation Dr. med. Hartmut Stinus: Orthopäde und Fusschirurg Göttingen, Mannschaftsarzt des Deutschen Para Ski Teams alpin seit 1994 Dr. med. Phil Jungen: Facharzt Allgemeine Innere Medizin/Sportmedizin, Leiter Swiss Olympic Medical Centre, Leiter Nationales Zentrum für Rollstuhlsport, CMO Swiss Paralympic, Summer and Winter Paralympics, Teamarzt Swiss Para Ski Team, Verbandsarzt Schweizerische Gehörlosen Sportverband Oberstarzt Dr. Andreas Lison: Orthopäde und Leiter Zentrum für Sportmedizin der Bundeswehr, Mannschaftsarzt Dt. Delegation Invictus-Games 2017, Toronto, 2018 Sidney PhD Dr. Kathrin Steffen: Ostwestfälin, seit über 20 Jahren in Oslo/Norwegen, OSTRC und Olympiatoppen Forschungsschwerpunkt Verletzungs- und Krankheitsepidemiologie im Breiten- und Leistungssport mit Fokus auf das Gesundheitsmanagment und die Vorsorgeuntersuchung der norwegischen Paraathleten. Wissenstransfer: www.fittoplay.org und Get Set – Train Smarter. Dr. Thomas Schmalz: promovierter Physiker und Biomechaniker. Seit 1994 Leiter Biomechanik-Labor im Bereich Clinical Research & Services der Firma Ottobock Das Expertengremium widmet sich  orthopädisch-sportmedizinischen Belangen des Sports von Menschen mit Behinderungen. Themen sind unter anderem die Sportmedizinische Betreuung, die Förderung der körperlichen Aktivität, die Prävention und der Wissenstransfer. Das erste Paper (Übersichtsarbeit) zur sportmedizinischen Betreuung ist in Arbeit. In einer allgemeinen Abhandlung geht es darum, was der betreuende Mediziner wissen/können muss. Anschließend soll in einer Serie zu einzelnen Behinderungen (Amputation, SCI, CP, VI,..) publiziert werden. Sportmedizinische Gesundheitsuntersuchungen von Menschen mit Behinderungen Ziel: Leitfaden für Sportmediziner, um Hemmschwellen im Umgang mit MmB, die Sport treiben möchten, abzubauen – ANH erarbeitet derzeit mit den DBS Empfehlungen für die lizensierten DOSB -UZs – Sichtung der aktuellen Empfehlungen der 4 Nationen (am GOTS Kongress) – erarbeiten eines Konsens bis Ende Jahr Förderung körperlicher Aktivität von Menschen mit Behinderungen Datenlage im DACH Raum unklar. Daten aus Norwegen vorhanden. Teilhabebericht der Bundesregierung Planung Bachelor/Masterarbeit. Auch die Datenlage zu Sport mit Hilfsmitteln ist unklar. Hier soll Studiengang „Orthobionic“ in Göttingen einbezogen werden Aus- und Weiterbildung stärken! Behindertensport ist im Master-Studiengang (Krems) platziert und am Kongress Einbezug der Young Academy Einbau in den Sportarztkurs Newsletter. Publikationen auf der Homepage und in Fachzeitschriften. GGf. im Verlauf auch über die nationalen Behindertensportverbände  

Bandagen, Orthesen, Einlagen / Orthopädische Hilfsmittel im Sport- wann sind sie sinnvoll? | PM Dezember 2021

Ob Profi oder Freizeitsportler – immer häufiger werden von Sportlern jeden Alters orthopädische Hilfsmittel verwendet. Sei es, um eine bestimmte Sportart weiter ausüben zu können, Beschwerden vorzubeugen oder Schmerzen zu lindern. Viele erhoffen sich auch einen positiven Einfluss auf die sportliche Technik oder die Leistungsfähigkeit. Die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin klärt auf, was dabei sinnvoll ist und wie die Anwendung erfolgen sollte. PD Dr. Thilo Hotfiel, Vorstandsmitglied der GOTS und Orthopäde am Osnabrücker Zentrum für Muskuloskelettale Chirurgie des Klinikums Osnabrück, erklärt: „Gleichgültig, aus welchem Grund Sportler auf Hilfsmittel zurückgreifen, sollte die Verwendung stets zielgerichtet, und im Idealfall aus medizinischen, sportphysiologischen oder sportbiomechanischen Überlegungen begründet sein. Generell gilt: so wenig wie möglich, so viel wie nötig!“ Bis heute gibt es zu orthopädischen Hilfsmitteln eine unzureichende Evidenz hinsichtlich ihrer allgemeingültigen therapeutischen/präventiven Wirksamkeit. Umso wichtiger sind Kenntnisse des betreuenden Sportarztes über die sport- und disziplinspezifischen Belastungs- und Verletzungsmuster, sowie Indikationen, Kontraindikationen, Bauprinzipien und Wirkweisen der Hilfsmittel. Nur so können deren Einsatz im Sport empfohlen und für Sportler eine optimale Betreuung und Beratung gewährleistet werden. Bei aktiveren Sportlern müssen Behandler, Betreuerteam, Arzt, Orthopädie(schuh-)Techniker, Physiotherapeut, Trainer, Sportwissenschaftler eng zusammenarbeiten und mit dem Umgang des jeweiligen Hilfsmittels vertraut sein. Unterschiedliche Hilfsmittel Orthesen – sie haben das Ziel ein Bewegungssegment bzw. ein Gelenk funktionell zu überbrücken. Sie sollen stützen, stabilisieren, führen und korrigieren. Bei indikationsgerechter Verordnung werden sie von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Das exakte Anlegen und die Passform sind für einen stabilen Kraftschluss unerlässlich. Druckstellen und mechanische Weichteil-Irritationen können Zeichen einer schlechten Passform oder Hinweise für eine unzureichende Orthesenfunktion sein. Protektor-Orthesen, “Präventhesen” Wegen der widersprüchlichen Datenlage, der großen Vielfalt an Verletzungsmustern, Orthesen-Bauarten, unterschiedlichen Gelenk-Kinematiken und biomechanischen Besonderheiten können keine evidenzbasierten gelenk- und sportartübergreifenden Aussagen zur Wirksamkeit von Präventhesen getroffen werden. Es müssen unbedingt sportspezifische Bewegungsabläufe (Sprünge, Beschleunigung, Abbremsen, Richtungswechsel, Kraftvektoren) beachtet werden. Auch Stabilisations- und Kompensationsmechanismen (z.B. Beweglichkeit von Nachbargelenken, neuromuskuläres Zusammenspiel). Der Einsatz ist daher gelenk- und sportartabhängig zu prüfen. Protektoren zum Schutz vor Gewalteinwirkung (z.B. Kontusionen bei Gegnerkontakt, Anprall mit dem Sportgerät, Untergrund) erfüllen wiederum ihren Zweck und sind in ihrer Anwendung daher häufig im sportartspezifischen Reglement verankert. Bandagen – sie zählen zu den am häufigsten verordneten Hilfsmitteln und bestehen in der Regel aus Mischgewebe unterschiedlicher Elastizität und Stricktypen. Das Gewebe umfasst strumpfartig (“sleeveartig”) ein (Bewegungs-)Segment oder Gelenk. Die Wirkung erfolgt über eine mechanische Kompression. Häufig finden sich Pelotten (z.B. Silikon) zur gezielten Druckumverteilung. Bandagen ermöglichen je nach Modell eine nahezu physiologische Aktionsfreiheit. Durch die mechanische Kompression müssen aber die Beeinflussung der Sensomotorik, der Thermoregulation, sowie des venösen und lymphatischen Abflusses berücksichtigt werden. Kompressionsprodukte – finden zunehmend im Sport Verwendung. Sie sollen Ödeme und Gewebsschwellungen therapieren, die Mikrozirkulation verbessern und biomechanische Eigenschaften zwischen Muskel und Gelenk verbessern. Aus wissenschaftlicher Sicht gilt eine Optimierung der Muskelregeneration, sowie die Prävention von überlastungsbedingten Muskelverletzungen als belegt. Eine Leistungssteigerung konnte bis heute nicht nachgewiesen werden. Einlagen und Schuhänderungen Einlegesohlen (Einlagen, insoles, foot orthosis) – gibt es von kostengünstig aus dem Discounter bis hin zu individuell und handwerklich gefertigten Einlagen nach (Form-)Abdruck und ggf. ergänzender Funktionsanalyse. Medizinische Einlagen werden als Therapiebaustein in der konservativen und postoperativen Nachversorgung, zur Verletzungsprävention oder aus biomechanischer Sicht zur Optimierung des Bewegungsablaufes, eingesetzt. Wichtig ist, dass jegliche Veränderungen durch Einlagen, Schuhwerk oder Untergrund zu einer veränderten sensomotorischen Interaktion führen und das Gangbild beeinflussen können.  Im Alltag ist eine individuelle Versorgung nach sorgfältiger Anamnese (u.a. sportliche Belastungsprofile) und klinischer Untersuchung wichtiger als die Frage der technischen Fertigungsweise der Einlage. Schuhzurichtungen – Wenn ein schmaler und enger Sportschuh verwendet wird, können Abstützungs- und Dämpfungselemente direkt in den Sportschuh eingearbeitet werden, um Passform, Komfort sowie das Biege-, Dreh- und Hebelverhalten des Sportschuhes möglichst wenig zu beeinflussen (z.B. Fußballschuhe, Spikes, Kletterschuhe). Einlagen im Sport eignen sich durchaus, um Überlastungsverletzungen an Fuß, Sprunggelenk und Knie vorzubeugen. Eine korrekte Passform ist dabei unerlässlich und unter der Vielfalt von Sport- und Funktionsschuhen äußerst anspruchsvoll. Die typischen Konstruktionsmerkmale eines Sportschuhes (z.B. Absatzsprengung, Leistenform, Schuhbodenstatik, Gestalt der Fersenpartie, (Sohlen-)Steifigkeit, Flexkerben etc.) müssen erkannt und der Umgang mit ihnen handwerklich beherrscht werden.

YA Klettersport-Symposium rund um Hand & Fuß, 28.-29.01.2022 in Innsbruck

Liebe Young Academy! Im neuen Jahr nehmen wir gleich frisch Anlauf und möchten euch herzlich einladen zu unserem neu aufgesetzten Klettersport-Symposium rund um Hand & Fuß am 28.-29.01.2022 in Innsbruck! Anmeldung via gots.young.academy@gmail.com Die Veranstaltung wird unter den geltenden Covid-Bestimmungen abgehalten (mind.2G, genauere Informationen folgen kurzfristig).

GOTS – Kurzer Jahresrückblick 2021

Liebe Mitglieder, nach 2020 hatte COVID-19 uns auch in diesem Jahr fest im Griff. Dennoch haben wir weitergearbeitet und insbesondere die digitalen Aktivitäten der GOTS weiterentwickelt und etabliert: bei unserem Jahreskongress in Basel, unserem Sportarzt-Zertifikat, unserem Masterstudiengang und bei der neuen GOTS-Webinarreihe. Der GOTS kommt eine wichtige Funktion bei der Schaffung einer besseren Lebensqualität für die Menschen zu. Sie ist die einzige Fachgesellschaft, die Sportverletzungen und -schäden des Bewegungssystems in ihrer Gesamtheit behandelt – vom Entstehungsmechanismus über Prävention, Rehabilitation, Wiederaufnahme der sportlichen Aktivität für alle Sportarten, Alters- und Leistungsklassen und alle Gelenke. Die im letzten Jahr bereits formulierten Ziele wurden auch 2021 konsequent weiterverfolgt. Das Zertifikat GOTS-Sportarzt hat sich etabliert, es läuft der nunmehr 7. Kurzyklus. Der Universitätslehrgang Master of Science Sportmedizin ist 2018 erfolgreich angelaufen. Der modular aufgebaute Studiengang (8 Module) läuft über 5 Semester und wird berufsbegleitend angeboten. Erst vor wenigen Wochen hat der nunmehr bereits 3. Lehrgang begonnen. Aktuell gibt es 23 Studierende. Die Young Academy entwickelt sich prachtvoll und strukturiert ihr Fortbildungsangebot zunehmend.                   Aus den GOTS-Aktivitäten hervorheben möchten wir dieses Jahr unsere neue Webinarreihe, die sich eines regen Zuspruchs erfreut. Auch wenn diese Weiterentwicklung zu einem großen Teil dem coronabedingten digitalen Boom zugeschrieben werden kann, hätten wir dies nicht ohne den vorherigen Ausbau unserer Geschäftsstelle in Jena und an der Donau-Universität Krems bewerkstelligen können. In ihrem kostenlosen 90 Minuten Format ermöglichen die Seminare dem Zuschauer, sich kurz und prägnant eine aktuelle Übersicht zu einem spezifischen Thema zu verschaffen. Insbesondere hat sich herausgestellt, dass wir mit diesen digitalen Weiterbildungsseminaren sowohl treue GOTS-Mitglieder erreichen, als auch neue Kolleginnen und Kollegen ansprechen, für die die Angebote der GOTS sonst nicht so leicht zugänglich gewesen wären. Die Themen sind breit gefächert und spiegeln die Besonderheit der Sportorthopädie dar, insbesondere aber die Arbeit unserer verschiedenen Komitees, die sich größtenteils noch in der Aufbauphase befinden. Die Webinare erlauben uns ebenfalls, unser internationales Netzwerk aufrecht zu erhalten. So konnten wir unser postolympisches Webinar in Zusammenarbeit mit unseren Partnergesellschaften aus Japan und dem Internationalen Olympischen Komitee durchführen. Zum zweiten Mal hintereinander konnte unser Jahreskongress nicht in physischer Präsenz stattfinden. Unser Basler Team um Dr. Lukas Weisskopf hat allerdings keine Mühen gescheut, das sehr attraktive wissenschaftliche Programm innerhalb von nur wenigen Wochen auf digital umzustellen, sodass der 36. GOTS-Jahreskongress als “live-stream” und per “video on demand”  stattfinden konnte beziehungsweise immer noch eingesehen werden kann.     Die Vergabe der Preise und die Ehrung des Sportarztes des Jahres, die an Prof. Dr. Anja Hirschmüller ging, wurden ebenfalls in diesem Format vorgenommen. Eine besondere Auszeichnung für die Treue zur GOTS wurde unserem Gründungsmitglied Dr. Bernhard Segesser, Prof. Dr. Roland Biedert und unserem ehemaligen Kongresspräsidenten Prof. Dr. Beat Hintermann überreicht.   Der 37. GOTS-Jahreskongress findet am 19. und 20. Mai 2022 in Berlin statt. Kongresspräsident ist Prof. Wolf Petersen. Wir hoffen, dass wir Sie dort begrüßen können und Sie sich aktiv an dem Programm beteiligen. 2021 hat uns verdeutlicht, welch hohen Stand Forschung und Entwicklung in unserer Welt erreicht haben. Noch nie vorher in der Menschheitsgeschichte ist es uns gelungen, in derart kurzer Zeit neue Impfstoffe zu entwickeln und einem Großteil unserer Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. Auch wenn sie nicht perfekt sind und nicht von allen Anteilen unserer Bevölkerung akzeptiert werden, wollen wir an Sie appellieren, alles Mögliche zu tun, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. Wir können hierzu einen nicht unwesentlichen Anteil beitragen, z.B. indem wir unsere Patienten und die Sportler, die wir betreuen, vom Sinn der Impfung und dem Beibehalten der Hygienemaßnahmen überzeugen, damit wir uns spätestens zum Jahreskongress in Berlin wieder direkt begegnen können.   Die GOTS mit ihren knapp 1600 Mitgliedern und den 200 Mitgliedern der Young Academy ist eine lebendige Gesellschaft, die sich positiv weiterentwickeln wird.   Ihnen und Ihren Familien wünschen wir ein schönes Weihnachtsfest und alles erdenklich Gute für das Jahr 2022!   Herzlichst Ihre Prof. Dr. Roman Seil                                              Prof. Dr. Martin Engelhardt Präsident der GOTS                                               Editor der SOT