Kongress Technische Orthopädie 2022
Liebe Kollegen und Kolleginnen, Freunde der Technischen Orthopädie, willkommen im Science Congress Center in Garching! Neuer Ort – starke Kooperationen – Synergien bündeln! Nach zwei Jahren Pandemie bedingter „Durststrecke“ ist es wieder soweit! Wir freuen uns, den Kongress Technische Orthopädie 2022 endlich wieder als Präsenz zu veranstalten. Im Science Congress Center in München-Garching! Bewährtes bleibt: brandaktuelle Themen, Austausch in Fachkreisen, Szene-Treff, die legendäre bayerische Gastfreundschaft. Einfach ein einzigartiger Kongress in Süddeutschland! Neues kommt dazu: Modernität, eine bessere Verkehrs- und digitale Infrastruktur. Ein größeres Platzangebot und mehr Raum für Get-Together. Die direkte Nähe zu München. Und ein deutlicher „Wow-Effekt“ der veranstaltungstechnischen Ausstattung. Durch die sinnvolle und fruchtbare Zusammenarbeit mit der D.A.F. (Deutsche Assoziation für Fuß und Sprunggelenk e.V.) bekommt die Fußchirurgie ihren festen Platz im Programm. Ab 2022 unterstützt uns erstmalig als neuer zusätzlicher Partner auch die G.F.F.C. (Gesellschaft für Fuß- und Sprunggelenk Chirurgie e.V.). Zum ersten Mal binden wir auch befreundete Landesinnungen der Orthopädie-Schuhtechnik mit in das Programm ein. Beginnen werden wir mit der Landesinnung aus Hessen. Unser diesjähriges Motto lautet „Diabetes 2022“. Diabetes, ein oft aufgegriffenes Thema in der Orthopädie-Schuhtechnik. Langweilig oder abgegriffen? Nein, Diabetes ist und wird eine sehr große Herausforderung bleiben, aber es ist auch eine riesige Chance, sich in der Orthopädie-Schuhtechnik als Spezialist zu etablieren! Neben den innovativen medizinischen und technischen Ansätzen des Kongresses werfen wir als erste Veranstaltung in der Orthopädie-Schuhtechnik auch einen Blick auf den Diabetiker aus psychologischer Sicht. Das ist völlig neu, provokant, spannend und dennoch immens wichtig. Es gilt, zu verstehen, warum Diabetes eine Herausforderung ist und welche praxisnahen Lösungen es gibt. Ein besseres Verständnis der Hintergründe hilft Ärzten und Handwerk zugleich in der Versorgung unserer Patienten! Mit den besten Grüßen Christina Stukenborg-Colsman und Raimund Forst Zum Kongress
Skilanglauf: eine Sportart – zwei Techniken
GOTS-Newsletter Dezember 2021
Neuer Start: Master of Science | Sportmedizin | 5 Semester, berufsbegleitend ab 25. April 2022
Inhalte MSc Sportmedizin
GOTS WEBINAR Reihe | Thema „Regenerative Therapien“ am 24. November
REGENERATIVE THERAPIEN Mittwoch 24. November 19-20 Uhr | ZOMM MEETING Anmeldung hier
GOTS Young Academy | Hands-on- Workshop Orthopädie: Kniegelenkverletzungen im Sport – Ein Rückblick
Von Elena Neunteufel Am 06.11.2021 fand in Heidelberg der 7. Hands- on Workshop zum Thema Kniegelenksverletzungen im Sport statt. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Holger Schmitt (Deutsches Gelenkzentrum Heidelberg) konnten 20 Studierende der Studiengänge Humanmedizin, Physiotherapie und Sportwissenschaft in Kleingruppen unterrichtet werden. Nach einer kurzen Einführung über die Gesellschaft für Orthopädisch- Traumatologische Sportmedizin und die Entwicklung der Young Academy durch den wissenschaftlichen Leiter erfolgte eine Führung durch die gastgebende adviva GmbH mit beeindruckender Präsentation über orthetische und prothetische Versorgungsmöglichkeiten von leicht- und schwerbehinderten Menschen jeden Alters bis zum Einsatz von speziellen Versorgungsmöglichkeiten für Spitzensportler und höchste Ansprüche. Herr Bönig (medi GmbH) gab eine kurzen Einblick über die Entwicklung eines weltweit im Orthesen- und Kompressionsbereich agierenden Unternehmens, bevor durch Fachvorträge über Funktionelle Anatomie des Kniegelenkes (Florian Bußmann, DGZ der ATOS- Klinik) und Kniegelenksverletzungen und ihre Behandlungsmöglichkeiten (Dr. Gregor Berrsché, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie der Universität Heidelberg) Grundlagen für die sich anschließenden Workshops gelegt wurden. In fünf Gruppen wurden die klinischen Untersuchungstechniken des Kniegelenkes demonstriert und intensiv geübt (Prof. Dr. Holger Schmitt, Dr. Gregor Berrsché), darüberhinaus an zwei der Fa. Esaote bereitgestellten Ultraschallgeräten die sonographische Untersuchung des Kniegelenks unter Anleitung durch Assistenzärzte des DGZ der ATOS Klinik (Florian Bußmann, Dominik Ferrari) durchgeführt. Die Studierenden hatten die Möglichkeit, Tapeverbände selbst anzulegen (Thomas Fuchs, Physiotherapeut, Physio3, Bensheim- Auerbach) sowie Wirkungsweise und Indikation zur Verwendung von Bandagen und Orthesen (Andreas Bönig, medi) zu erlernen. Moritz Göring (adviva Heidelberg) demonstrierte und diskutierte mit den Teilnehmern aktuelle Möglichkeiten und Trends der Bewegungsanalyse. Unter Berücksichtigung der aktuellen Hygienevorgaben konnte erstmals in diesem Jahr eine derartige Veranstaltung problemlos durchgeführt werden und die aus ganz Deutschland und sogar aus Graz angereisten Teilnehmer konnten mit vielen neuen Eindrücken an ihre Heimatorte und in die neue Studienwoche entlassen werden. Eine rundum gelungene Veranstaltung, die im nächsten Jahr ihre Fortsetzung finden wird.
Mit dem „Brett“ im Schnee: SNOWBOARDEN – ALPINES SURFEN
GOTS-Newsletter November 2021
Stressfaktor Energiedefizit: Der Fuß läuft so lange, bis er bricht | PM August 2021
Ausdauersportler, die ihr Training zu schnell und ohne Plan intensivieren und dabei bestimmte Stoffwechsel-Prozesse nicht beachten, laufen Gefahr, dass ihr Fuß oder andere Strukturen einen Bruch erleiden. Die sogenannte „Stressfraktur“ gibt es vor allem an der unteren aber auch an der oberen Extremität. Welche Ursachen zugrunde liegen, wer betroffen ist und wie man Abhilfe schaffen kann – darüber diskutieren Sportorthopäden und Wissenschaftler vom 26. bis 28. August auf dem Zeulenrodaer Kongress für Orthopädie und Sportorthopädie unter wissenschaftlicher Leitung der GOTS. Stressfrakturen sind typische Überlastungsschäden und entstehen aus einem Missverhältnis von Belastung und Belastbarkeit, meist in Ausdauer-Sportarten wie Laufsport (Gehen, Duathlon, Triathlon, Marathon). Häufig ist an der unteren Extremität der Mittelfußknochen betroffen. Es kann aber auch zur Stressreaktion des Beckens und des Oberschenkel-Halses kommen. PD Dr. Casper Grim, Sportorthopäde und Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Sportmedizin am Klinikum Osnabrück: „Gerade auch Freizeitsportler sind gefährdet, wenn sie übermäßig ihre Belastung in Umfang, Intensität und Frequenz steigern. Zum Beispiel wenn man das Lauftraining von zwei Mal adhoc auf sieben Mal pro Woche steigert oder statt moderaten Dauerläufen plötzlich viele harte und lange Trainingsintervalle einbaut. Bei Profisportlern sind es eher die vielen Stunden Training pro Tag, die Probleme verursachen. Betroffen können grundsätzlich alle Altersklassen sein, häufiger jedoch Sportler zwischen 20 und 35 Jahren.“ Eine wesentliche Ursache ist das „Relative Energy Deficiency in Sport“ (RED-S), welches den Stoffwechsel aus dem Ruder laufen lässt. Die Zusammensetzung der Ernährung und die Gesamt-Energiezufuhr sind dabei nicht adäquat dem Bedarf angepasst. Viele haben das klassische Bild der ausgemergelten Marathon-Läuferin vor sich und tatsächlich hängt vieles mit dem Hormon-Stoffwechsel, gerade bei Frauen, zusammen. Folgen sind Menstruationsstörungen, Ess-Störungen, eine verminderte Knochendichte. Aber auch Männer können betroffen sein, besonders wenn es wie zum Beispiel im Skispringen oder in Laufdisziplinen von Vorteil ist, besonders leicht zu sein. Nicht nur der Knochenstoffwechsel ist dann gestört, sondern auch viele andere Organsysteme und -funktionen. So kann auch der Verdauungstrakt betroffen sein, eine vegetative Dysregulation kann sich zeigen, Stimmungsschwankungen von antriebslos bis gereizt sowie immunologische Dysbalancen mit der Folge von vermehrten Infekten sind möglich. „Wenn Sportler in diesem Mix aus falscher Ernährung und unzureichender Energiezufuhr über längere Zeit trainieren, sind Stressfrakturen das mögliche Resultat. Dann gilt es nachzuforschen, warum der Betroffene dieses Defizit hat, ob hormonelle Erkrankungen eventuell zugrunde liegen, wie zB eine Parathormon-Stoffwechselstörung. Denn auch ein funktionierender Kalzium-Haushalt ist lebenswichtig für den Knochen“, so Grim. Jeder betroffene Sportler sollte sich zuerst mit einem Sportorthopäden zusammensetzen. Dieser arbeitet dann interdisziplinär bei Bedarf mit Gynäkologen, Orthopädie-Schuhtechnikern, Ernährungswissenschaftlern und anderen Experten zusammen. Eine mechanische Achsabweichung ist manchmal der Grund, der erst bei vermehrtem Training zum Tragen kommt. Der klassische Mittelfuß-Bruch wird auch gerne „Marsch-Fraktur“ genannt (Militär), aber auch Schienbein und Fußwurzelknochen können Stressfrakturen erleiden. Mit Einlagen, Bandagen und Orthesen können Fehlstellungen und Fehlbelastungen behandelt und die mechanische Belastung optimiert werden. Die ausgewogene Energiezufuhr und das sinnvoll aufgebaute Training können den Betroffenen bei RED-S helfen auch nach Ausheilung des Bruches ihren Sport wieder auszuüben.
GOTS Young Academy | Workshop Surfsport&Wasserrettung – Bericht aus Kiel
Von Elena Neunteufel Authentischer geht nicht! Am 24.09.2021 fand der GOTS Young Academy Hands-On Workshop zum Thema Surfsport & Wasserrettung im hohen Norden Deutschlands, unter der medizinischen Leitung von Dr. Thomas Gangl (FEK Neumünster) statt. Die Wassersportschule Surfer´s Paradise Laboe, welche die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte, wurde zur sportorthopädischen Fortbildungsstätte umfunktioniert. Den Beginn machte Dr. Jan Schiegnitz (Uniklinikum Kiel) mit einem interaktiven Vortrag zum Umgang mit Trauma Patienten. Zudem berichtete er über seine Karriere als Profisurfer und Mediziner sowie seine hautnahe Erfahrung in der Sporttraumatologie. Dr. Kirsten Thünemann (FEK Neumünster) gab einen Einblick in die Gefahrensituationen im Wasser inklusive Todesursachen und Materialkunde. Danach wurde die Garderobe auf Neopren gewechselt und es ging für die Praxissession an den Strand. Hier wurden Wasserrettungsmanöver geübt und im Wasser umgesetzt. Der Stand-Up-Paddle-Board Trainer Patrick Göth (Surfer´s Paradise) brachte den Teilnehmer/innen zudem praktische Skills auf dem Brett bei. Die Nachmittagssession stand ganz im Zeichen der Orthopädie. Dr. Gangl gab einen Überblick über die Verletzungsmuster in den unterschiedlichen Surfdisziplinen. Nils Radke von der Firma MTR bot eine Einführung in die Elektrotherapie und demonstrierte anschließend die praktische Anwendung zum Muskelaufbau in der Sportrehabilitation an den Teilnehmern. In der letzten Praxiseinheit erläuterte Dr. Gangl die klinischen Untersuchungstechniken am Kniegelenk.
Deutscher Fußkongress in Osnabrück – 18. und19. November
Immer wieder machte Corona einen Strich durch die Rechnung – der dritte Anlauf hat endlich geklappt: am 18. und 19. November lädt die Deutschen Assoziation für Fuß- und Sprunggelenk (DAF) zur 26. Jahrestagung in 2-G-Präsenz in die Friedensstadt Osnabrück ein. Thema des Kongresses: „Fuß und Sport – vom Kind bis zum Senior“. Kindliche und jugendliche Sportverletzungen und Überlastungsschäden, spezifische altersbedingte Verletzungsmuster, Sport mit Arthrose und Prothese, Rehabilitation nach Verletzungen und Operationen an Sprunggelenk und Fuß sowie das zunehmend wichtiger werdende Thema Prävention stehen im Fokus der Jahrestagung. Aus dem Gastland Japan kommt Ehrengast Prof. Dr. Yasuhito Tanaka, Fußspezialist der Universität Nara, der alten japanischen Kaiserstadt. Aus der Schweiz reisen die Ehrengäste Prof. Dr. Beat Hintermann und Prof. Dr. Victor Valderrabano an, die zu den führenden Fußspezialisten in Europa zählen. Geänderte Ausbildungsschwerpunkte haben in dem Fachgebiet Orthopädie und Unfallchirurgie zu einer Vernachlässigung konservativer Therapieverfahren und zu einer universitären Schwächung der „kleinen“ Disziplinen „Fuß und Sprunggelenk“ sowie „Sportorthopädie“ geführt. Gemeinsam mit Partnergesellschaften wie der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS), dem Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik sowie der Studiengemeinschaft für Orthopädie-Schuhtechnik will die DAF die Jahrestagung bereichern und Wege für gemeinsames Handeln ausloten. In einer immer komplexer werdenden Welt ist die Zusammenarbeit mit anderen Gesellschaften und über nationale Grenzen hinweg von entscheidender Bedeutung für eine positive Weiterentwicklung. Die Leistungsanreize in einer immer mehr durch die „Ökonomisierung“ geprägten Medizin haben zu Fehlentwicklungen geführt und die Prävention vernachlässigt. Mediziner tragen nicht nur Verantwortung für die Wiederherstellung kranker und verletzter Patienten, sie haben auch Verantwortung bei der Lösung gesamtgesellschaftlichen Probleme und sollten sich bei Fehlentwicklungen einmischen. Anregungen dazu werden von Prof. Dr. Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung, der die Abschluss-Lecture zum Thema „medizinische Ökonomie und Ethik. Ein Plädoyer gegen die Ökonomisierung des Alltags und des Gesundheitswesens“ halten wird, erwartet. Die Kommunikation zwischen Menschen ist hoch komplex und der persönliche Austausch von Mensch zu Mensch ist auch in Zeiten elektronischer Kommunikation nicht zu ersetzen. Osnabrück bietet Austausch und Vernetzung zwischen Fußchirurgen verschiedener Länder, zwischen Kollegen mit unterschiedlichen Fachschwerpunkten und verschiedenen Professionen. Das Klinikum Osnabrück mit dem Kongresspräsidenten Prof. Dr. Martin Engelhardt sowie die Universität Osnabrück mit Prof. Dr. Swen John heißen als Gastgeber alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer herzlich willkommen! Zum Kongress
GOTS in Tokyo
Mit ihrer Expertise im Gepäck flogen so einige GOTS-Ärzte nach Tokyo, um dort den Athleten bei den Olympischen Spielen zur Seite zu stehen. Was sie dort erlebt haben, schöne, schwere, freudige und bedrückende Momente – hier eine kleine Zusammenfassung und Impressionen. Dr. med. Karl-Heinz Kristen, Leiter der Sportklinik Wien, Österreich Das österreichische medizinische Team bestand aus 3-4 Ärzten, die die 53 österreichischen Starter betreuten. Die Olympischen Spiele Tokio 2020 – erfolgreich durchgeführt 2021 – waren, bedingt durch die Corona Pandemie, ganz spezielle Olympische Spiele. Kristen: „Aus unserer Sicht waren es sehr schöne und emotionale Spiele bei denen der Sport, die Sportlerinnen und Sportler aber auch die Trainerinnen und Trainer viel mehr als sonst im Focus standen. Und es war eine „once in your lifetime experience“ als medizinischer Betreuer dabei sein zu dürfen und die Athletinnen und Athleten so gut wie möglich zu unterstützen. Normalerweise sind bei Olympischen Spielen die Freunde, Familienmitglieder, Fans und Sponsoren der Athleten im Publikum und bei den Spielen präsent. Das reale Publikum waren diesmal ausschließlich die Betreuer. Die Millionen Zuschauer im Netz können ja nicht direkt anfeuern.“ „Das IOC hatte ein PlayBook generiert das die Abhaltung dieses riesen Events mit hoher Sicherheit ermöglicht hat. Und es ist gelungen. Japan war als Gastgeberland phantastisch, extrem gut organisiert und immer freundlich. Man muss bedenken, dass die Region Tokio im strikten Lockdown war. Von medizinischer Seite war glücklicherweise im gesamten österreichischen Team kein Corona Fall. Aber auch Husten, Schnupfen, Erkältung, Magen-Darm-Erkrankungen waren nicht existent. Bei den Athletinnen und Athleten waren Verletzungen der Finger, Überlastungen der Wirbelsäule, Muskulär – tendinöse Probleme der unteren Extremität zu behandeln. Eine Achillessehnen-Verletzung zwang eine Sportlerin zur Aufgabe.“ Links: Versorgung der Achillessehnen Verletzung in der Poliklinik im Olympic Village. MRI Untersuchung und Versorgung mit einer Orthese in der Bauerfeind Ambulanz waren hier rasch sehr freundlich möglich Mitte: Betti Plank, die ich beim – wie sie selbst sagte „Kampf ihres Lebens“ im Nippon Budokan betreuen durfte. Hier mit Betreuerteam und Bronzemedaille. Der etwas gebrochene 4.Finger war dabei Nebensache. Denn Karate wird 2024 in Paris nicht olympische Disziplin sein. Somit war das in ihrer Sportart die erste und auch einzige Chance auf eine Olympische Medaille. Und diese Chance hat sie genützt! Rechts: Visite beim Segel Team Austria. Im Extrem leistungsstarken Feld hatten das 49er Team David Hussl / Benjamin Bildstein bei ihrer ersten Olympia Teilnahme noch kein Medaillenglück. Mitte links Christoph Sieber – der Sportliche Direktor des ÖOC, links daneben Roman Hagara als Trainer. beide gemeinsam 3 Goldmedaillen „schwer“. Und am Schluß: Ein Freudensprung der ÖOC Teams im Olympic Village nach den gelungenen Spielen. (©privat) Dr. med. Christian Nührenbörger, Leiter Sportorthopädie, Clinique du Sport – CHL, Luxembourg: v.l.: Dr. Christian Nührenbörger und Prof. Martin Engelhardt (hier für die Dt. Triathlon Union) im Stadion, klinische Untersuchung Athlet, beim Training mit dem Athleten, zusammen mit Athleten, Trainer und Physiotherapeutin am Olympiastadion, glücklicher Finalist (© privat) Nührenbörger: „Die schönsten Erlebnisse waren der völlig unerwartete Finaleinzug eines Athleten, den ich 2 Jahre intensiv medizinisch aufgrund einer schweren Verletzung betreut habe und dessen Olympia-Qualifikation schon eine außergewöhnliche Leistung darstellte, das Wiedersehen mit lieben Kollegen und Freunden, die man über 1,5 Jahre nicht mehr „live“ getroffen hatte und die große Freundlichkeit der japanischen Gastgeber. Besonders anstrengend für uns war die Organisation der medizinischen Betreuung vor Ort bei mehreren gleichzeitig stattfindenden Wettkämpfen mit kleinem Team. Dazu kamen die COVID-Regeln mit konsequenter Maskenpflicht drinnen und auch draussen sowie die täglichen Kontrollen. Bedrückend waren die fehlenden Zuschauer und leeren Ränge in den Stadien. Aber trotz allem waren es tolle Spiele!“ Prof. Dr. med. Anja Hirschmüller, Leitende Ärztin Altius Swiss Sportmed Center, Schweiz / Universitätsklinikum Freiburg, Deutschland von links: das Ärzteteam der deutschen paralympischen Mannschaft, Anja Hirschmüller mit den Fahnenträgern Miller und Teuber, Daumen hoch für die Athleten… …und die gesamte Mannschaft aus Ärzten und Physiotherapeuten der paralympischen deutschen Sportler (© privat) Anja Hirschmüller: „Insgesamt waren es tolle Spiele – trotz Restriktionen. Gute Organisation und große Freundlichkeit seitens der Japaner. Wahnsinnig viele Helfer und Helfershelfer mit Origamigeschenken.. ;-.) . Die schönsten Erlebnisse? Das Wiedersehen mit lieben Kollegen, der Medaillentag „meiner“ Para Radsportler beim Zeitfahren am Fuji. Aber natürlich auch die erfolgreiche Reanimation des belgischen Athleten und das tolle belgische Team waren ein persönliches Highlight für mich. Negativ und etwas befremdlich war das leere Leichtathletikstadion – es wirkte irgendwie etwas traurig. Sportlich gesehen war das Unglückliche Ausscheiden der Goalballmannschaft und der knappe 4. Platz unseres Bahntandems sehr schade. Bei der Organisation hat mich vor allem der Aufwand in der Poliklinik für „kleine“ diagnostische Dinge wie Urinuntersuchungen (es musste immer erst ein japanischer Arzt schauen und der Athlet musste selbst mitkommen) gestört, sowie die Tatsache dass nicht alle Medikamente eingeführt werden dürfen und man sich somit nicht perfekt ausgerüstet fühlt.“ PD Dr. Casper Grim, Chefarzt Klinik für Orthopädie und Sportmedizin, Klinikum Osnabrück, Deutschland links: Casper Grim und Christian Nührenbörger im Stadion, ©privat