Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin

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Neue Qualitäts-Beurteilungs-Richtlinie Arthroskopie

Seit dem 1. Juli 2020 gibt es eine neue Q-Beurteilungs-Richtlinie für alle niedergelassenen Ärzte. Ab sofort müssen aus den vorgelegten Unterlagen die OP-Indikation und das ausgewählte OP-Verfahren nachvollziehbar dokumentiert sein. Hier finden Sie eine Liste mit möglichen Indikations-Begründungen aller gängigen arthroskopischen Eingriffe an Knie und Schulter. Die Inhalte könne in die jeweilige Praxis-Software eingepflegt werden. Eine Anpassung der Liste auf die individuelle Situation ist unbedingt notwendig. Die Auswahl des Eingriffes sollte so dokumentiert sein, dass sie sich dem fachkundigen Kollegen in der KV-Kommission erschließt. Bei Abweichungen vom medizinischen Standard sollten Erläuterungen zum Verfahren dokumentiert werden.   Beispiele Die Indikation zur arthroskopischen Operation ergibt sich in diesem individuellen Fall aufgrund:   von persistierenden Schmerzen der Erfolglosigkeit der bisherigen Behandlung des langen Beschwerdezeitraumes fehlender nicht operativer Behandlungsoptionen mit gleicher Ergebniswahrscheinlichkeit des Verletzungsmusters des kombinierten Verletzungsmusters der subjektiven Instabilität der objektiven Instabilität der komplexen Instabilität der Bewegungseinschränkung der Blockade(n) der Gelenkschwellung(en) der Arbeitsunfähigkeit der Sportunfähigkeit des Aktivitätsanspruches des sportlichen Anspruches der beruflichen Anforderungen des hohen Leidensdruckes des expliziten Patientenwunsches der Notwendigkeit zu einer weiterführenden intraartikulären Diagnostik (staging OP) bei komplexem Schadensmuster     spezifische OP-Indikation Schulter   Aufgrund der subakromialen Enge droht ohne Operation eine zunehmende Sehnenschädigung. Aufgrund der Form der Sehnenruptur ist ohne Sehnenrekonstruktion eine Größenprogredienz, ggf. mit klinischer Verschlechterung und ggf. zukünftiger Unmöglichkeit der Rekonstruktion zu erwarten. Aufgrund des Instabilitätsmusters ist ohne operative Stabilisierung mit einer rezidivierenden Schulterinstabilität und/oder zunehmenden Gewebeschäden zu rechnen. Trotz Omarthrose ist durch eine arthroskopische Operation eine Verbesserung der Beschwerden zu erwarten     spezifische OP-Indikation Knie   Trotz der isolierten Kreuzbandverletzung ist aufgrund des Alters und des sportlichen und des beruflichen Anspruches eine Kreuzbandplastik indiziert. Aufgrund der Meniskusrissform droht ohne Operation eine zunehmende Knorpelschädigung. Es sind die Ausnahmetatbestände des GBA-Beschlusses zur Arthroskopie bei Gonarthrose (Blockaden, freier Gelenkkörper) erfüllt.   spezifische OP-Indikation Patientenwunsch   Der Pat. wünscht explizit ein arthroskopisches Vorgehen. Der Pat. wünscht explizit ein operatives Vorgehen unter Verzicht auf (weitere) nicht operative Behandlungen. Der Pat. wünscht explizit ein minimal-invasives Vorgehen. Der Pat. wünscht explizit keine Endoprothese. Der Pat. wünscht explizit keine Umstellungsosteotomie. Der Pat. wünscht explizit einen Rekonstruktionsversuch. Der Pat. wünscht explizit keine knöcherne Schulterstabilisation. Der Pat. wünscht explizit eine nochmalige Operation.

Riesen Dankeschön an Helena Nics, Medizinstudentin aus Wien

Sie führte ein Jahr lang die GOTS Young Academy mit Bravour „Lass dir nie eine Herausforderung entgehen“ – sagt die junge Studentin und Sportlerin und setzte damit in der GOTS bedeutende Signale. Unter ihrer Führung gab es begeisternde Treffen, Workshops, Kurse, Kongresse und vieles mehr für den medizinischen Nachwuchs. Helena: „An dieser Stelle darf ich mich im Namen der GOTS Young Academy bei allen Vortragenden, Organisatoren, Sponsoren und Unterstützern bedanken. Ich freue mich, dass die Young Academy stets auf den Einsatz und die Motivation vieler renommierter GOTS Mitglieder zählen kann und auch in Zukunft auf eine gute Zusammenarbeit hoffen darf.“

Workshops, Kongresse, Young Academy Days, Jahresberichte

GOTS und eurocom mit neuer Publikation zu orthopädischen Hilfsmitteln als Alternative und Ergänzung zu Operationen

„Konservative Therapie – Was hilft?“ – ist der Titel eines neuen Booklets, welches die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) mit Unterstützung der Europäischen Herstellervereinigung für Kompressionstherapie und orthopädische Hilfsmittel (eurocom) veröffentlicht hat. Renommierte Orthopäden und Unfallchirurgen stellen darin den aktuellen Wissensstand in der konservativen Behandlung ausgewählter Erkrankungen und den effektiven Einsatz orthopädischer Hilfsmittel dar, etwa bei der schmerzhaften Gonarthrose sowie bei Bandverletzungen und -rupturen.   Thomas Tischer, Mitherausgeber und Incoming President der GOTS: „Überall lesen wir von zu vielen Operationen. Dabei ist die Konservative Therapie ein wichtiger, wenn nicht sogar der wichtigste Bestandteil in der Schmerzbehandlung unserer Patienten bei Beschwerden und Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates. Deshalb müssen Inhalte der Konservativen Therapie in der theoretisch-praktischen Ausbildung und in der wissenschaftlichen Publizistik stärker verankert werden. Dies ist uns ein besonderes Anliegen, das in der vorliegenden Publikation Ausdruck findet.“   Etwa 33 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Erkrankungen oder Verletzungen des Bewegungsapparates. Dabei entstandene Schmerzen schränken zum Teil erheblich die Lebensqualität der Betroffenen ein. Die konservative und postoperative Behandlung mit orthopädischen Hilfsmitteln, beispielsweise mit Bandagen und Orthesen, kann dabei helfen, Schmerzen zu lindern und Patienten wieder zu mobilisieren. Oda Hagemeier, Geschäftsführerin eurocom, erklärt: „Wir setzen uns dafür ein, den medizinischen Nutzen und die Wirksamkeit orthopädischer Hilfsmittel zu vermitteln. Daher freuen wir uns, mit den vorliegenden medizinischen Fachbeiträgen, die die neuesten Erkenntnisse erfahrener Spezialisten widerspiegeln, ein Projekt unterstützen zu dürfen, das das Wissen um die Möglichkeiten der konservativen und postoperativen Behandlungsmöglichkeiten fördert und damit einen Grundstein für gute ärztliche Aufklärung legt.“   Aus dem Inhalt Konservative Therapie bei Verletzungen des medialen Kollateralbandkomplexes (Prof. Dr. med. Wolf Petersen, Martin-Luther-Krankenhaus Berlin) // Konservative Therapie der beginnenden Gonarthrose – Was ist sinnvoll? (Univ.-Prof. Dr. Stefan Nehrer, Donau-Universität Krems) // OSG Distorsionstrauma – Wie verhindere ich Folgeschäden? (PD Dr. Thilo Hotfiel, Klinikum Osnabrück) // Achillessehnenruptur – Konservativ behandeln oder besser gleich operieren? (Dr. med. Lukas Weisskopf, Swiss Sportmed Center Rheinfelden u. a.) // Nachbehandlung bei Schulterinstabilität – Innen- oder Außenrotation oder irgendwie? (Dr. Casper Grim, Klinikum Osnabrück) // Grenzen und Möglichkeiten der Konservativen Therapie von Bandverletzungen am Ellenbogengelenk (PD Dr. med. habil. Frieder Mauch, Sportklinik Stuttgart)   Allensbach-Institut zeigt hohe Relevanz orthopädischer Hilfsmittel aus Patientensicht Dass ein „Revival“ der Technischen Orthopädie und eine Stärkung konservativer Behandlungsmethoden ganz im Sinne der Patienten liegen, zeigen die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach zu Nutzen und Wirksamkeit orthopädischer Hilfsmittel. Die Quintessenz: Nutzer von Bandagen und Orthesen brauchen nach eigenen Angaben weniger Medikamente, können operative Eingriffe oft vermeiden, sind mobiler und gewinnen dadurch an Lebensqualität.

GOTS und eurocom mit neuer Publikation zu orthopädischen Hilfsmitteln als Alternative und Ergänzung zu Operationen | PM Juli 2020

„Konservative Therapie – Was hilft?“ – ist der Titel eines neuen Booklets, welches die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) mit Unterstützung der Europäischen Herstellervereinigung für Kompressionstherapie und orthopädische Hilfsmittel (eurocom) veröffentlicht hat. Renommierte Orthopäden und Unfallchirurgen stellen darin den aktuellen Wissensstand in der konservativen Behandlung ausgewählter Erkrankungen und den effektiven Einsatz orthopädischer Hilfsmittel dar, etwa bei der schmerzhaften Gonarthrose sowie bei Bandverletzungen und -rupturen.   Thomas Tischer, Mitherausgeber und Incoming President der GOTS: „Überall lesen wir von zu vielen Operationen. Dabei ist die Konservative Therapie ein wichtiger, wenn nicht sogar der wichtigste Bestandteil in der Schmerzbehandlung unserer Patienten bei Beschwerden und Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates. Deshalb müssen Inhalte der Konservativen Therapie in der theoretisch-praktischen Ausbildung und in der wissenschaftlichen Publizistik stärker verankert werden. Dies ist uns ein besonderes Anliegen, das in der vorliegenden Publikation Ausdruck findet.“   Etwa 33 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Erkrankungen oder Verletzungen des Bewegungsapparates. Dabei entstandene Schmerzen schränken zum Teil erheblich die Lebensqualität der Betroffenen ein. Die konservative und postoperative Behandlung mit orthopädischen Hilfsmitteln, beispielsweise mit Bandagen und Orthesen, kann dabei helfen, Schmerzen zu lindern und Patienten wieder zu mobilisieren. Oda Hagemeier, Geschäftsführerin eurocom, erklärt: „Wir setzen uns dafür ein, den medizinischen Nutzen und die Wirksamkeit orthopädischer Hilfsmittel zu vermitteln. Daher freuen wir uns, mit den vorliegenden medizinischen Fachbeiträgen, die die neuesten Erkenntnisse erfahrener Spezialisten widerspiegeln, ein Projekt unterstützen zu dürfen, das das Wissen um die Möglichkeiten der konservativen und postoperativen Behandlungsmöglichkeiten fördert und damit einen Grundstein für gute ärztliche Aufklärung legt.“   Aus dem Inhalt Konservative Therapie bei Verletzungen des medialen Kollateralbandkomplexes (Prof. Dr. med. Wolf Petersen, Martin-Luther-Krankenhaus Berlin) // Konservative Therapie der beginnenden Gonarthrose – Was ist sinnvoll? (Univ.-Prof. Dr. Stefan Nehrer, Donau-Universität Krems) // OSG Distorsionstrauma – Wie verhindere ich Folgeschäden? (PD Dr. Thilo Hotfiel, Klinikum Osnabrück) // Achillessehnenruptur – Konservativ behandeln oder besser gleich operieren? (Dr. med. Lukas Weisskopf, Swiss Sportmed Center Rheinfelden u. a.) // Nachbehandlung bei Schulterinstabilität – Innen- oder Außenrotation oder irgendwie? (Dr. Casper Grim, Klinikum Osnabrück) // Grenzen und Möglichkeiten der Konservativen Therapie von Bandverletzungen am Ellenbogengelenk (PD Dr. med. habil. Frieder Mauch, Sportklinik Stuttgart)   Allensbach-Institut zeigt hohe Relevanz orthopädischer Hilfsmittel aus Patientensicht Dass ein „Revival“ der Technischen Orthopädie und eine Stärkung konservativer Behandlungsmethoden ganz im Sinne der Patienten liegen, zeigen die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach zu Nutzen und Wirksamkeit orthopädischer Hilfsmittel. Die Quintessenz: Nutzer von Bandagen und Orthesen brauchen nach eigenen Angaben weniger Medikamente, können operative Eingriffe oft vermeiden, sind mobiler und gewinnen dadurch an Lebensqualität.  

Knorpel und Arthrose im Sport – Buchvorstellung

Das vorgestellte Buch fast das 5. GOTS-Expertenmeeting zusammen. 21 Wissenschaftler und Praktiker haben ihre Erkenntnisse und Erfahrungen eingebracht und den derzeitigen Wissensstand in kompakter Form dargestellt.   Das geringe Regenerationspotential von Knorpelschäden kann zu einem chronischen symptomatischen Problem werden und in einer Gelenkdegeneration enden. Im Sport können durch Verletzungen und Überlastungen Oberflächendefekte am Gelenkknorpel entstehen und zu einer deutlichen Einschränkung der Sportfähigkeit und Mobilität oder sogar zu einer Arthrose führen. In der Sportmedizin stellen Knorpeldefekte eine große Herausforderung dar, da eine inadäquate Behandlung  das portliche Karriereende bedeuten kann. Schwerpunkthemen des Buches sind: Knorpel – Physiologie und Pathologie Prävention von Knorpelläsionen und Arthrose Bildgebung von Knorpelläsionen und Arthrose Defekt Assessment und Graduierung Medikamentöse Therapie und Nahrungsergänzung Debridement, Knochenmarkstimulation und Matrixaugmentierte Verfahren Osteochondrale Transplantation Autologe Zelltransplantationsverfahren Umstellungsosteotomien Therapiestrategien bei Knorpeldefekten verschiedener Regionen Rehabilitation und „Back to Sports“ nach Knorpelschaden   Jedem Kapitel ist die aktuelle wissenschaftliche Literatur angehängt. Derzeit existieren keine wissenschaftlich  abgesicherten Präventionsprogramme um Knorpelverletzungen zu vermindern. Auch hinsichtlich der medikamentösen Behandlung der Arthrose ist bislang noch von keinem Durchbruch zu berichten. Die Supplementation durch Chondroitinsulfat und Hyaluronsäure dominiert die Behandlung trotz weiterhin kontroverser Datenlage. Zwar erbringen Entzündungshemmer eine gute symptomatische Wirkung, zu einem krankheitsmodifizierenden Effekt kommt es dadurch allerdings nicht. Die autologe Zelltransplantation von Knorpelzellen stellte den ersten Ansatz zur Regeneration des Gelenkknorpels dar. Allerdings haben bisher nur wenige Methoden bereits Absicherung in der evidenzbasierten Medizin erfahren und sind Behandlungsstandard. Das Buch bietet ausgezeichnete Übersichten erfahrener Therapeuten und ist mit exzellentem Bildmaterial und anschaulichen Schemazeichnungen ausgestattet. Das Werk ist wertvolle Quelle und Leitfaden für konservativ und operativ tätige Orthopäden, Unfallchirurgen und Traumatologen, Sport- und Rehabilitationsmediziner, Trainer und Physiotherapeuten, die sich über den aktuellen Stand der konservativen und operativen Therapie von Knorpelläsionen und Arthrose im Sport informieren wollen. Rezension: Dr. Dr. med. Lutz Aderhold Stefan Nehrer, Victor Valderrabano und Martin Engelhardt (Hrsg.): Knorpel und Arthrose im Sport Vopelius Verlag, Jena 2019, 168 Seiten, kartoniert, 30,00 Euro ISBN: 978-3-947303-07-6