GOTS Wintermeeting am 2. Februar 2023 in Basel/Schweiz
Programm: 14.00-14.15 BEGRÜSSUNG 14.15-16.15 GELENKSPEZIFISCHE THERAPIE 14.15-14.35 Knorpeltherapie in der Hüfte: Was hat sich bewährt und was sagt das Register PD Dr. med. Stefan Rahm // Gelenkzentrum Zürich 14.40-15.00 Knorpeltherapie an der oberen Extremität /Dr. med. Michael Schär // Inselspital 15.05-15.25 Minced cartilage: Modeerscheinung oder der „echte Durchbruch“? Dr. med. Johann Hax // Schulthess Klinik 15.30-15.50 Knorpeltherapie am Sprunggelenk – anders als die anderen Gelenke PD Dr. med. Jochen Paul // Rennbahnklinik 15.50-16.20 PAUSE 16.30-17.45 AKTUELLE THERAPIEKONZEPTE 16.30-16.50 Rehabilitation nach Knorpelchirurgie Anneke Klostermann // Physio Restart, Zürich 16.55-17.15 Möglichkeiten der Infiltration PD Dr. med. Christian Egloff // Universitätsspital Basel 17.20-17.40 Zukunftsträtige Zellzüchtung – aktuelle Methoden PD Dr. med. Markus Mumme // Universitäts Kinderspital Basel ab 18.00 Uhr APÉRO Ort: Kleiner Hörsaal, Zentrum für Lehre und Forschung, Universitätsspital Basel
GOTS Young Academy: Wintersport-Symposium Innsbruck
Von Claudia Döhner Am Wochenende vom 03.12-04.12.22 versammelten sich in den Räumen der Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie Innsbruck über 30 Studierende und junge Ärzte aus Österreich, der Schweiz und Deutschland – allesamt mit 3 Gemeinsamkeiten: Interesse für die Orthopädie und Unfallchirurgie, Lust auf Sportmedizin und vor allem: Begeisterung für den Wintersport. Einen besseren Ort als Innsbruck – mit Blick auf die schneebedeckte Nordkette und Skifahrern/Snowboardern an jeder Ecke – könnte es dafür kaum geben. Nach einer kurzen Auffrischung der Anatomie des Kniegelenkes beschäftigten wir uns mit den häufigsten Verletzungen im Wintersport durch die YA-Studenten Luca Schaller, Alexander Bonatti und Julia Wassung und konnten uns in einer Praxis-Session Tipps und Tricks von den Profis für die Knie-Untersuchung abholen. Wir lauschten den Erfahrungen der Physiotherapeuten Florian Happ und Christoph Wiesmayr (beide TZA Innsbruck) bezüglich der Nachbehandlung von Kreuzbandrupturen und durften uns am Arthroskopie-Simulator versuchen. Ein Highlight: meine erste Meniskus-Naht am Simulator – doch es sollten noch einige folgen. Nach der Mittagspause folgte ein spannender Vortrag über das Wirbelsäulentrauma im Wintersport von Dr. Spicher, den der ein oder andere von uns noch im Hinterkopf behalten wird, wenn wir das nächste Mal die Skier anschnallen. Gegen Nachmittag drehte sich dann in den Vorträgen von Dr. Schneider und Fr. Dr. Spicher alles um die sportmedizinische Betreuung im Wintersport und schließlich um den Parasport – ein Bereich, zu dem viele von uns noch nicht viel Kontakt hatten, der uns aber umso mehr fesselte. Im Zuge des Athlete-Talks hatten wir die besondere Gelegenheit, dass sowohl ÖSV-Abfahrer Clemens Nocker seine Erfahrungen von mehreren Kreuzbandrissen mit uns teilte, als auch die drei Para-Ski-Athleten Markus Salcher, Roman Rabl und Markus Gfatterhofer über ihren Weg in den Parasport bzw. den Wintersport, ihre Highlights und Rückschläge berichteten. Wir hatten die Möglichkeit, uns z.B. einen Monoski einmal genauer anzusehen und konnten nur staunen, was diese Sportler möglich machen. Der erste Abend klang gemütlich am Innsbrucker Christkindlmarkt aus. Am zweiten Tag wurde es hochalpin. Den spannenden Vorträgen und Erfahrungen von Frau Dr. Zeitler, Dr. Reiterer und Bergrettungsarzt Dr. Haselbacher rund um die Themen „Alpinmedizin – Unfall am Berg“ und „Lawinenunfälle“ hätten wir den ganzen Tag lauschen können. Themen, die uns Wintersportler nicht nur aus ärztlicher Sicht, sondern auch allein unserer Hobbys wegen fesseln. Doch wir hatten noch einiges vor. Zum einen beschäftigten wir uns mit den Themen Concussion (Dr. Schneider) und mit dem Monitoring von Regenerationsbedarf und Verletzungsrisiko im Spitzensport (Prof. Dr. Hecksteden) und zum anderen konnten wir eine weitere spannende Sportart kennenlernen, mit der viele bislang wenig Erfahrungen hatten: das Rennrodeln. Sarah Tomaselli – die 2016 WM-Bronze errodelte – erklärte uns alles, was man für den Anfang wissen muss. Das Highlight zum Abschluss des Wochenendes war der Besuch des Rennrodel-Weltcups, wo die Athleth/-innen mit bis zu 140km/h an uns vorbeirasten. Sarah stand uns mit Antworten auf unsere unzähligen Fragen zum Training, den Rennrodeln, Verletzungen, etc. zur Seite – eine Gelegenheit, die man einfach nutzen musste. Ein rundes Wintersport-Wochenende, bei dem wir rund um das Thema einiges dazugelernt haben, fand so seinen Abschluss. Zudem war es ein Event, das Medizin- und Physiotherapie-Studierende aus verschiedenen Ländern mit erfahrenen Ärzt/-innen, Physiotherapeut/-innen und Sportler/-innen zusammengebracht hat, was für eine besondere Art von Austausch untereinander und eine ausgesprochen gute Lernatmosphäre gesorgt hat. Wir bedanken uns beim Organisationsteam, der Univ.-Klinik für Orthopädie und Traumatologie Innsbruck als Gastgeber und den Sponsoren der Veranstaltung und freuen uns, dass die GOTS Young Academy uns solche Erfahrungen ermöglicht.
Buch „Sportverletzungen“ erschienen
Sportverletzungen – Diagnose, Management und Begleitmaßnahmen Die Buchbesprechung aus dem Elsevier Verlag Martin Engelhardt (Hrsg.) Das offizielle Manual der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) liegt jetzt in der 4. Auflage vor. Über 140 Spezialisten aus dem deutschsprachigen Raum waren an der Gestaltung und Aktualisierung dieses umfassenden Werkes beteiligt. Viele von ihnen arbeiten auch als Verbandsärzte im Hochleistungssport. Sportliche Aktivität aus Spaß an der körperlichen Bewegung oder als präventive Maßnahme zur Vorbeugung von Krankheiten bzw. zur Rehabilitation besitzt eine herausragende Bedeutung. Dies wird in der Gesellschaft immer noch nicht ausreichend wahrgenommen. Dabei ist die Betreuung durch kompetente Trainer, Ärzte und Physiotherapeuten von Wichtigkeit, denn Leistungs- und Freizeitsportler erwarten bei Verletzung fachgerechte Hilfe und eine schnelle Wiederaufnahme von Training und Wettkampf. In der 4. Auflage wurden alle Kapitel auf den neuesten wissenschaftlichen Stand gebracht. Das jetzt sehr ausführliche Inhaltsverzeichnis erleichtert die Orientierung. Besonders zu erwähnen ist der neu hinzugekommene Abschnitt zur Prävention. Sportliche Betätigung birgt auch Gefahren für die Gesundheit, denn seit Jahren wird in allen Alters- und Leistungsklassen eine steigende Anzahl von Sportverletzungen festgestellt, die lange Ausfallzeiten in Sport und Beruf verursachen. Diese Verletzungen bedingen teilweise enorme Kosten und stellen zunehmend ein gesundheitspolitisches Problem dar. Durch diese negativen Auswirkungen von Sportverletzungen gehen circa 40% des gesundheitlichen Nutzens des Sports wieder verloren. Dennoch werden Sportverletzungen in ihrer Gesamtheit noch kaum systematisch erfasst und zu wenig als Problem erkannt. Nach aktuellen Untersuchungen könnte etwa die Hälfte aller Sportverletzungen durch präventive Maßnahmen und adäquates Training vermieden werden. Eines der größten Hindernisse ist jedoch bislang die tatsächliche Umsetzung präventiver Maßnahmen in der Praxis. Die einleitenden Kapitel befassen sich mit den allgemeinen Prinzipien der Sportmedizin sowie diagnostischen Verfahren. Auch auf Anti-Doping-Vorgaben im Leistungssport wird dabei eingegangen. Neben der Pathologie, der Diagnostik und den Behandlungsmöglichkeiten werden auch konkrete Empfehlungen für die Nachbehandlung und den Wiedereinstieg in den Sport gegeben. Die einzelnen Sportverletzungen werden anschließend nach Körperregionen abgehandelt. Insgesamt werden für 60 verschiedene Sportarten die spezifischen Verletzungen dargestellt. Neu hinzu kamen Wasserball, Breakdance und Skateboard. Auch die Rehabilitation, Todesfälle im Sport, Ernährung, Sportausrüstung und Hilfsmittel sowie Rechtsfragen werden angesprochen. Jedes Kapitel wird durch die aktuelle wissenschaftliche Literatur ergänzt. Die Darstellung ist didaktisch hervorragend gelungen, auch für den Nichtspezialisten verständlich und eignet sich durch die einheitliche Struktur als Nachschlagewerk und für die fachspezifische Aus- und Weiterbildung. Das Werk ist vom Verlag mit exzellentem Bildmaterial, anschaulichen Tabellen und Schemazeichnungen ausgestattet und hochwertig in der Qualität. Das Buch gilt als deutschsprachiges Standardwerk der Sportorthopädie und -traumatologie. Wissenschaftler und Praktiker haben gleichermaßen ihre Erkenntnisse und Erfahrungen eingebracht. Das Werk ist wertvolle Quelle und Leitfaden für konservativ und operativ tätige Orthopäden, Unfallchirurgen, Sport- und Rehabilitationsmediziner und Physiotherapeuten sowie alle an der Thematik interessierte Trainer, Sportler und Patienten. Es richtet sich auch an Studierende der Medizin und Sportwissenschaften, Allgemeinmediziner sowie Ärzte in der Weiterbildung. Diesem herausragenden Gemeinschaftswerk ist eine weite Verbreitung zu wünschen. Über den Herausgeber: Martin Engelhardt. Prof. Dr. med., Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, Ärztlicher Direktor des Klinikums Osnabrück, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, zuvor tätig u.a. an der Orthopädischen Universitätsklinik Friedrichsheim in Frankfurt/Main, ehem. Präsident der GOTS, Präsident der Deutschen Triathlon Union, Leitender Orthopäde der deutschen Olympiamannschaft 2004 und 2008. Hier gehts zum Buch Rezension
Impressionen und Bericht vom „UPDATE Sportmedizin“ an der Universität Krems
Nach der Pause durch die Pandemie meldete sich „Update Sportmedizin“ wieder in Präsenz zurück. Die ÖGSMP (Österreichischen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention) gemeinsam mit der GOTS (Deutsch-Österreichisch-Schweizer Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin) widmeten sich dem Thema „Prävention und Gesundheitsförderung im Sport“…mehr
Ehrengäste auf dem GOTS Kongress 2023 in Luxembourg
Wir freuen uns neben dem Ehrengast aus dem ärztlichen Bereich erstmalig einen zweiten Ehrengast aus dem nicht-ärztlichen Bereich der Sportphysiotherapie / Sportwissenschaft auf unserem Jahreskongress begrüßen zu dürfen. Prof. Jacques Menetrey Professor of Orthopaedic Surgery and Sports Medicine at the University Hospital of Geneva Switzerland Medical Director of the Swiss Olympic Medical Center Hirslanden Clinique la Colline in Geneva Medical training at the University Hospital of Geneva and the University of Pittsburgh Medical Center Specialised in knee surgery Past President of the European Society of Sports Traumatology, Knee Surgery and Arthroscopy (ESSKA) Board Member of the Swiss Orthopaedic Surgery Society Team physician of the Geneva Servette Hockey Club Medical Director of World Pro Tour IAMcycling team for four years Prof. Carolyn Emery Professor in the Faculty of Kinesiology at the University of Calgary Physiotherapist and Epidemiologist Chair in Pediatric Rehabilitation (Alberta Children’s Hospital Research Institute) Chair of the Sport Injury Prevention Research Centre at the University of Calgary (1 of 10 International Olympic Committee Research Centres in Injury and Illness Prevention in Sport) leads „SHRed Injuries: Preventing Injuries and their Consequences in Youth Sport and Recreation“ (CIHR) and „SHRed Concussions-Surveillance in High Schools to Reduce the Risk of Concussions and their Concequences: (NFL Scientific Advisor Board
S2k-Leitlinie Sportmedizinische Vorsorgeuntersuchung
Die GOTS beteiligt sich an der Erstellung einer Leitlinie zur sportmedizinischen Vorsorgeuntersuchung. Federführend für das Projekt ist die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention.. In einem ersten Schritt werden die inhaltlich mit diesem Thema befassten Fachgesellschaften und Organisationen angesprochen, um ein für die Adressierten der Leitlinie repräsentatives Gremium von Experten zusammenstellen zu können. Die Erstellung der Leitlinie richtet sich nach den methodischen Anforderungen des Leitlinien-Bewertungsinstruments AGREE II und soll von einem Vertreter der AWMF begleitet werden. Die durch die Fachgesellschaften bzw. Organisationen einzubringenden Erfahrungen und Perspektiven sind sehr wichtig, um ein erfolgreiches interdisziplinäres Projekt auf den Weg zu bringen. Federführend bei der GOTS sind hierbei Dr. Gregor Berrsche und PD Dr. Christoph Lutter.
14. Osnabrücker Symposium für Orthopädie
SAVE the DATE: 14. März 2023 Flyer Symposium Osnabrück 2023 Endversion
UPDATE SPORTMEDIZIN – Das Programm
Programm Update Sportmedizin UWK 09.22
2e Symposium sur la Prévention des Blessures dans le Sport
2e Symposium sur la Prévention des Blessures dans le Sport
GOTS Young Academy / Die Schulter im Surfsport – Bericht aus Kiel/Laboe September 2022
Von Dr. Kirsten Thünemann Bei perfektem Spätsommerwetter fand am 10.09.2022 der Workshop zum Thema Die Schulter im Surfsport in Kiel/Laboe unter der medizinischen Leitung von Dr. Thomas Gangl (Sporttraumatologie, Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster) statt. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung durch Surfmedizin e.V. in Kooperation mit der GOTS Young Academy. Die direkt am Strand gelegene Wassersportschule „Surfer´s Paradise Laboe“ wurde zur sportorthopädischen Fortbildungsstätte umgewandelt. Den Beginn machte Michael Pöhlmann aus der Sporttraumatologie des FEK Neumünster mit einem Vortrag zur funktionellen Anatomie der Schulter, die er mithilfe von dreidimensionalen Videoanimationen anschaulich erklärte. Darauf aufbauend erläuterte Dr. Milen Golchev (Facharzt für Radiologie, Tiamana Medical, Düsseldorf) die Besonderheiten des Schulter MRTs. Im Anschluss referierte Dr. Kirsten Thünemann (Sporttraumatologie, FEK Neumünster) über die derzeit aktuellen Empfehlungen zur traumatischen Schultererstluxation. In der anschließenden Pause konnten sich die Teilnehmer mit den zahlreichen Industrievertretern (Medizintechnik Rostock, Bauerfeind, OPED) über ihre neusten Entwicklungen unterhalten. Der zweite Vortragsteil wurde von Prof. Dr. Maurice Balke (Sportsclinic Cologne, Köln) eröffnet. Als aktiver Wassersportler präsentierte er seine 2019 international publizierte Studie zu Verletzungen und Überlastungen beim Stand-Up Paddling. Passend hierzu folgte ein praxisnaher Vortrag von Dr. Thomas Gangl zu Ursachen, Symptomen und Therapie der sogenannten „Surfer-Schulter“. Den letzten Vortrag hielt die Sportphysiotherapeutin Carolin Schulte-Loh aus Köln zur Prävention von Schulterverletzungen im Surfsport. Im Anschluss waren alle Teilnehmer eingeladen, einige Präventionsübungen unter ihrer Anleitung selbst durchzuführen. Nach einer wohlverdienten Mittagspause wurden Tipps und Tricks zur Schulteruntersuchung demonstriert. Bei strahlendem Sonnenschein begann die Sportpraxis. Nach einer kurzen Einweisung am Strand durch den Surfschulinhaber Rasmus ging es ab aufs Wasser. Hier konnten alle Teilnehmer ihr Geschick auf dem Brett beweisen. Neben verschiedene Paddeltechniken standen auch einige Manöver zur Wasserrettung mit SUP-Brett auf dem Programm. Mit einer gemütlichen Abschlussbesprechung in der Strandbar fand die Veranstaltung einen gelungenen Abschluss. Aufgrund der positiven Resonanz ist eine Wiederholung im kommenden Jahr geplant.