GOTS Young Academy / Traumatage: Knie Arthroskopie
Von Florian Altenburger Am 18. Juni fand im Medspace Korneuburg der erste Traumatag von unserer Studentengruppe „Medicalfocus“ in Zusammenarbeit mit der GOTS Youngacademy zum Thema Kniearthroskopie statt. Einige Studierende der Medizinischen Universität Wien, der Sigmund Freud Privatuniversität Wien, sowie Mitglieder der GOTS Youngacademy wollten sich dieses Angebot nicht entgehen lassen: ein Tag voller lehrreicher Vorträge, köstlicher Snacks, einem Haufen an Hands-on Workshops gefolgt von einem kleinen Get-together in der Strandbar der Werft Korneuburg standen am Programm. Der Medspace Korneuburg ist eine Ordinationsgemeinschaft mitten am Hauptplatz von Korneuburg, was die Anreise jeglicher Studierender aus der Umgebung Wiens erleichterte. Durch das große Angebot an Räumlichkeiten, die uns im Medspace zur Verfügung gestellt wurden, war es uns möglich den Workshop auf mehrere Räume zu verteilen. Vormittags starteten wir mit einem theoretischen Teil: Dieser beinhaltete Vorträge über die Anatomie und die klinische Untersuchung des Kniegelenks. Vorträgen zu wichtigen Strukturen wie den Kreuzbändern und Menisci (inkl. häufiger Verletzungen), über die diagnostische Bildgebung des Gelenks, gefolgt von einer Einführung in die Arthroskopie des Kniegelenks. Natürlich hatten Christina Schwarz und ich (Florian Altenburger) auch einen Vortrag über die GOTS Young Academy vorbereitet, mit dem Gedanken einige Studierende davon überzeugen zu können, im Zuge der GOTS Youngacademy tiefer in die Welt der Traumatologie und Orthopädie eintauchen zu können. Im Anschluss war eine Mittagspause eingeplant. Mit einem Buffet im Aufenthaltsraum hatten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit sich bei zahlreichen belegten Brötchen über verschiedenste Themen austauschen und näher kennenzulernen. Nachmittags startete der Hands-on Teil der Veranstaltung. Dabei wurden die Studierenden in kleine Gruppen aufgeteilt und rotierten zwischen den verschiedenen Räumen/Stationen. Haupt“focus“ hierbei waren natürlich die verschiedenen Kniemodelle wobei an 3 Arthroskopietürmen fleißig Menisci genäht, teilreseziert und im Anschluss geborgen wurden. Durch die Gruppen zu je 10 Leuten, sowie den 3 Türmen hatte jeder die Gelegenheit mehrmals dranzukommen und maximal von dem Angebot zu profitieren. An dieser Stelle möchten wir ein großes „Dankeschön“ an die Firma Arthrex richten, die uns tatkräftig mit den Modellen und Instrumentarien unterstützt hat, wie auch bei offenen Fragen sofort aushelfen konnten. In den anderen Räumen hatten die anderen Gruppen zeitgleich die Möglichkeit aneinander die klinische Untersuchung des Kniegelenks durchzuführen. Dabei gab es 2 Untersuchungsliegen, wobei die Studierenden unter Aufsicht von Dr. Martin Schwarz ihr Können auf die Probe stellen konnten. Dank der Firma „Krückstock“ gab es im dritten Raum einen Workshop zu den verschiedenen Knieorthesen. Sie konnten sich gegenseitig angelegt werden um somit einen Einblick in die Nachbehandlung nach Arthroskopie am Kniegelenk zu bekommen. Durch den „Open-End“ Stil der Veranstaltung, kam keiner mit dem praktischen Teil zu kurz: nach dem offiziellen Ende des „Traumatags“ konnten die Studierenden noch so lange bleiben wie sie wollten und an sämtlichen Stationen weiter üben. An dieser Stelle möchten wir uns bei Dr. Erich Altenburger bedanken, der uns nicht nur die Räumlichkeiten des Medspace zur Verfügung gestellt, sondern uns auch seine Zeit lange nach dem Ende der Veranstaltung gewidmet hat, um die Studierenden optimal zu betreuen. Als sich unsere Veranstaltung dem Ende zuneigte ließen wir Arthroskop, Orthese & Co. liegen, und machten uns auf den Weg in den „Werft Beachclub Korneuburg“ um unseren Kongresstag mit einem kleinen Get-together ausklingen zu lassen. Zu guter Letzt nochmals vielen Dank an alle Unterstützenden, die uns diesen Kongress ermöglicht haben! Am Samstag 26.11.2022 findet der nächste Traumatag statt, bei dem die Schulter im „focus“ steht. Wir freuen uns auf ein weiteres erfolgreiches Event!
GOTS Young Academy / Knie Kurs Graz – Bericht
Von Dipl.-Ing. Jennifer Straub AGA, GOTS und Arthrex veranstalten gemeinsam einen Knie-Tag? Nichts wie hin! So oder so ähnlich war wohl der Gedankengang von ca. 20 Studierenden, die sich am 1.10.2022 in der Schwarzlklinik für einen lehrreichen Tag zusammenfanden, der sich gänzlich um das Kniegelenk mitsamt all seiner Bewegungsachsen drehte. Den Vormittag eröffnete nach einer kurzen Vorstellung der AGA- und GOTS-Studentenvereinigungen Dr. Krifter mit einem Vortrag zum Thema klinische Untersuchung und bildgebende Diagnostik. Ob vordere Schublade, Zohlen, Pivot-Shift, Lachmann, McMurray oder Böhler, es wurde uns mit einer gehörigen Portion hands-on Mentalität, Feingefühl und anatomischem Verständnis näher gebracht, wie wir Patienten in der Praxis sinnvoll be-greifen können. Alle 60 Minuten rupturiert in Österreich im Schnitt ein vorderes Kreuzband. Auf in den OP! Oder lieber nicht? Weekend Warrior oder Spitzensportler? Autograft oder Allograft? Nach einer kleinen Kaffeepause lieferte Dr. Fischerauer mit einem Vortrag zu VKB-Rupturen, Meniskusverletzungen, sowie deren arthroskopischen Behandlungsmöglichkeiten evidenzbasierte Antworten auf diese komplexen Fragestellungen. Und nicht nur das, er bescherte dabei unseren anatomischen Kenntnisse simultan ein Update von Version 1.1 auf mindestens 2.0. Nach dem köstlichen Mittagessen im Hotel Liebmann, inklusive kleinem Geburtstagsständchen für unsere liebe Elena Neunteufl, waren wir gestärkt bereit für die Nachmittagssession. Ob eintauchen in die Virtual Reality der anatomischen Lehre, Arthroskopie-Simulatortraining am Kniemodell, Vertiefen klinische Untersuchungstechniken oder MSK-Ultraschall, das vielfältige Programm ließ die orthobegeisterten Herzen so hoch schlagen, dass auch eine Stunde nach offiziellem Ende niemand ans Aufhören denken wollte. Unser großer Dank gebührt abschließend den fachlich wie menschlich herausragenden Vortragenden Dr. Krifter und Dr. Fischerauer, Arthrex, und nicht zuletzt den Organisatoren des Events René Schrödter und Pia Winkler. Um es zusammenfassend mit den Worten von Dr. Krifter auszudrücken: Ein Tag heller Freude!
In memoriam: Univ.-Prof. em. Dr. med. Dieter M. Kohn
Mit großer Trauer sehen wir uns verpflichtet, unseren Lesern und GOTS Mitgliedern den Tod unseres ehemaligen Präsidenten, Ehrenmitglieds und Freundes Prof. Dieter Kohn mitzuteilen. Prof. Kohn war seit 1990 Mitglied unserer Fachgesellschaft, gehörte von 1994 bis 2012 dem Vorstand der GOTS an und wurde 2018 beim Jahreskongress in Hamburg zum Ehrenmitglied ernannt. Er prägte unsere Gesellschaft während seiner Präsidentschaft von 2006 bis 2008 nachhaltig und war maßgeblich für ihre Öffnung und ihre weitere Akademisierung verantwortlich. Insbesondere trug er wesentlich dazu bei, dass die Jahreskongresse außerhalb Deutschlands und die Wahl der GOTS-Präsidenten unabhängig ihrer nationalen Herkunft stattfinden. Auch führte er die anonymisierte Beurteilung von Redebeiträgen zum Jahreskongress sowie der Bewertung der Wissenschaftspreise ein, ebenso wie die GOTS-Wissenschaftsförderung im Jahre 2007. Dieter Kohn wurde am 09.02.1953 in Geislingen an der Steige geboren. Er absolvierte das Medizinstudium von 1972 bis 1978 in Ulm, wo er im Jahre 1978 promovierte. Während seiner ersten Arbeitsstelle am Kreiskrankenhaus Ruit erlernte er die Grundlagen der muskuloskelettalen Chirurgie, die er danach an der Orthopädischen Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität in München vervollständigte. Im Jahr 1983 erlernte er von Professor Jan Gillquist, dem Direktor der Abteilung für Sportorthopädie an der Universität Linköping in Schweden, während einer sehr prägenden, mehrmonatigen Hospitation die Prinzipien der Arthroskopie. Zusammen mit seinem Mentor Professor Carl Joachim Wirth wechselte Dieter Kohn 1988 als Oberarzt an die Orthopädische Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover im Annastift, wo er zwischen 1989 und 1996 die Funktion des Leitenden Oberarztes und Stellvertretenden Klinikdirektors bekleidete. Er habilitierte 1989 zu dem Thema „Der plastische Ersatz des Innenmeniskus mit körpereigenem Gewebe – eine experimentelle Untersuchung“ und wurde 1994 zum außerplanmäßigen Professor für Orthopädie ernannt. Im Jahr 1996 nahm Dieter Kohn den Ruf auf den Lehrstuhl für Orthopädie an der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes in Homburg an, den er bis zu seiner Emeritierung 2019 inne behielt. Für Dieter Kohn stand stets die richtige und gute Behandlung seiner Patienten an erster Stelle. Es ist ihm in brillanter Weise gelungen, in Homburg die gesamte Bandbreite der konservativen Orthopädie, der arthroskopischen und offenen gelenkerhaltenden Chirurgie, der Endoprothetik, der orthopädischen Onkologie und der Kinderorthopädie klinisch und wissenschaftlich auf höchstem Niveau zu repräsentieren. Dabei hat er als Ordinarius alter Schule von seinen Mitarbeitern – aber allen voran von sich selbst – stets den größtmöglichen medizinischen Einsatz für das Wohl der ihm anvertrauten Patienten eingefordert. Dieter Kohns messerscharfer Verstand und seine glasklare, unbeirrbar logische Sichtweise machten ihn auch zu einem herausragenden Forscher und zu einem präzisen und wortgewaltigen Redner. Seine wissenschaftliche Arbeit beschränkte sich dabei nicht nur auf viel beachtete Publikationen in den renommiertesten Zeitschriften unseres Fachgebiets, sondern umfasste auch eine Vielzahl von Lehrbüchern (u.a. „Das Knie“), die sich rasch zu Standardwerken der modernen Orthopädie entwickelten. Mit einem stets wachsamen und kritisch prüfenden Blick auf alle Facetten der Forschung am Stütz- und Bewegungsorgan entwickelte sich sein wissenschaftlicher Fokus von sportorthopädischen Fragestellungen wie Kreuzbandersatz, Meniskusrekonstruktion und allogener Meniskustransplantation bis hin zu Implantatentwicklungen in der Knie- und Hüftendoprothetik. Dieter Kohns größte akademische Leistung besteht aber unzweifelhaft darin, die Arthroskopie zu einer Routinemethode in der orthopädischen Chirurgie fortentwickelt zu haben. Ein weiterer Verdienst von Dieter Kohn war, seine Ärzte nicht nur zur Forschung zu stimulieren, sondern ihre wissenschaftlichen Neigungen immer interessiert, fair und großzügig zu fördern. Neben seiner Aktivität in Wissenschaft und Forschung war Dieter Kohn die studentische Ausbildung eine Herzensangelegenheit. Nur mit Tafel und Kreide bewaffnet gelang es ihm auf unnachahmliche Art und Weise, Generationen von Medizinstudenten die Grundlagen, Ursachen und Behandlungen orthopädischer Krankheitsbilder eindrucksvoll und verständlich zu vermitteln. Sein ausgeprägtes Talent als Lehrer hat die Hauptvorlesung Orthopädie zu einem didaktischen Glanzlicht der gesamten Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes gemacht und – ganz ohne Vorlesungspflicht – für übervolle Vorlesungssäle gesorgt. Als Konsequenz wurde Professor Kohn wiederholt von der Homburger Studierendenschaft der Preis der Lehre verliehen. Neben vielen nationalen und internationalen Auszeichnungen wurde er zum Ehrenmitglied der Arthroscopy Association of North America (AANA) und der American Orthopedic Society of Sports Medicine (AOSSM) ernannt. Seit 2007 war Dieter Kohn zudem Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Als Präsident stand Dieter Kohn der Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie (AGA) von 1995 bis 1998 vor. Als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) richtete er 2011 den Jahreskongress aus. Den Menschen Dieter Kohn zeichneten seine protestantischen Werte Selbstbestimmung, Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit und Disziplin aus. In schwierigen Situationen unserer Gesellschaft konnte er mit seiner charismatischen Persönlichkeit Lösungswege aufzeigen und seriös vermitteln. Dieter Kohn hat das heutige „Gesicht“ der GOTS maßgeblich geprägt. Er war für viele von uns fachlich und menschlich ein großes Vorbild. Wir trauern um Dieter Kohn und empfinden tiefe Dankbarkeit für sein Wirken. Wir werden ihn als anerkannten Experten auf seinem Gebiet, als eine charakterstarke und ehrliche Führungspersönlichkeit mit großem Verantwortungsbewusstsein sowie als großartigen Mentor, Förderer und Freund in bester Erinnerung behalten.
Knapp 50 Stunden Sportarztkurs: Hochkarätige medizinische Vorträge, beeindruckende Präsentationen Turmsprungtraining, biomechanisches Diagnostikzentrum „SPORTFABRIK“, Kongress „The Meniscus“
Bericht zur Studienwoche „Master of Science Sportmedizin“ im Juli 2022 in Luxemburg
Neue Übersicht GOTS SportsMed Webinare 2023
Expertenmeeting Kindersportorthopädie | 7. bis 9. Oktober | Deidesheim i.d. Pfalz
Ziel der Veranstaltung ist es, den aktuellen Wissensstand zu den unten aufgeführten Themen im Rahmen der Expertengruppe vor dem Hintergrund aktueller wissenschaftlicher Literatur zu erarbeiten. Im Vordergrund des diesjährigen Expertenmeetings stehen sportmedizinische und sportorthopädische Inhalte bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Die erzielten Ergebnisse dienen dazu, eine Publikation für Mitglieder der GOTS und weitere Interessierte zu erstellen (Veröffentlichung 2. Quartal 2023). Block 1 Gruppen Wirbelsäule, obere Extremität/untere Extremität Sport bei Verletzungen/Überlastungsschäden und Erkrankungen der jeweiligen anatomischen Region Epidemiologische Daten, Klassifikationen, Diagnostik, Therapie, Einfluss auf Sportfähigkeit, Empfehlungen (Eltern/Trainer/Lehrer) Prävention im Kindesalter Aktuelle Studienlage, Empfehlungen, Transfer in die Praxis Sport mit Behinderung Besonderheiten im Umgang mit Kindern/ Jugendlichen mit Behinderung? (orthopädisch/traumatologisch), Epidemiologische Daten, Konsequenz für die Praxis Block 2 Einfluss von Sport/Bewegung auf den kindlichen Organismus Aktuelle Studienlage mit Einfluss auf Bewegungsapparat, Gesundheit, Psyche, Persönlichkeitsentwicklung, Sozialverhalten, erforderliche Intensität und Qualität der Belastung altersabhängig? Trainierbarkeit im Kindes-/Jugendalter Kraft, Koordination, Beweglichkeit, Schnelligkeit, Ausdauer, was in welchem Alter in welcher Intensität Schulsport Aktuelle epidemiologische Daten, Unfallhäufigkeit, Kosten, Anteil Sportunterricht in verschiedenen Schulen, Stellenwert des Sports, Forderung Mindestmaß, welche Inhalte?, Umsetzungsmöglichkeiten in die Praxis? Vereinssport/ Breitensport/Leistungssport Aktuelle epidemiologische Daten (Trends altersabhängig?, Sportarten?), Attraktivität Vereinssport (Vorteile, Nachteile), Stellenwert Vereinssport, Finanzen, Medien, Verbindung Schulsport – Vereinssport – Leistungssport
GOTS Sommertreffen Schweiz 2022
Am 01. und 02. September 2022 findet das 15. GOTS Sommertreffen Schweiz statt. Alle Inhalte finden Sie im Programm. GOTS_Programm_Sommertreffen_2022
Young Academy: Wahlfach und Instruktionskurs Sehnenverletzungen in Erlangen
Von Anna Hofferek Am 11.06.2022 hatten zwei Young Academy Mitglieder die Chance, an einem Instruktionskurs “Untersuchungs- und OP-Techniken Sportorthopädie: Akute und chronische Sehnenverletzungen” an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) teilzunehmen. Der Workshop fand im Rahmen eines hybriden, mehrtägigen Kurses in der Anatomischen Fakultät der FAU unter der Leitung von PD Dr. Thilo Hotfiel und PD Dr. Dr. Christian Hammer statt. PD Hotfiel startete die erste Session mit einer Wiederholung der funktionellen Anatomie und einer Einführung in relevante Pathologien mitsamt dessen Verletzungsmechanismen und Diagnostik. Im Anschluss konnten wir die Theorie direkt an den anatomischen Präparaten unter interaktiver Demonstration durch PD Hammer nachvollziehen. Die anatomischen Strukturen noch einmal schön präpariert zu sehen und auch anfassen zu können, war ein kleiner Flashback in die Zeit der ersten Semester – mit dem aber inzwischen klinisch vorhandenen Wissen äußerst bereichernd. Insbesondere die Hamstring-, Quadriceps- und Achillessehnenpräparationen bleiben in Erinnerung. Nach einer kurzen Mittagspause folgte dann das Highlight des Kurstages: wir durften an “Fresh- Frozen-Präparate” verschiedene OP-Techniken zur Rekonstruktion von Sehnenrupturen durchführen. Vom chirurgischen Zugang, über die schichtweise Präparation bis hin zur End-zu-End-Naht, konnten wir die einzelnen OP Schritte selbstständig, unter Supervision von PD Hotfiel durchführen. Auch die ansatznahe, transossäre Refixation der Achillessehne und das Vorgehen beim Abtragen einer Exostose. wurden durchgeführt. Selten konnte ich im Studium an einem derartigen interdisziplinären und interaktiven Kurs teilnehmen. Vielen Dank für die Möglichkeit, an diesem Samstag noch einmal in die Anatomie zurückzukehren und sie aus dem klinischen und operativen Blickwinkel betrachten zu können. Es hat sehr viel Spaß gemacht und war ein bereichernder praktischer Kurs nach der langen Zeit von ausschließlich digitalen Veranstaltungen.
BasketDocs vergeben Wissenschaftspreis
Nach der Premiere 2019 vergeben die deutschen Basketballärzte, die BasketDocs, im Jahr 2023 zum dritten Mal einen mit 1.500 Euro dotierten Wissenschaftspreis. Bis zum 31.12.2022 besteht die Möglichkeit, Forschungsprojekte, Präventionsprogramme, Studien o.ä. beim wissenschaftlichen Gremium einzureichen. Akzeptiert werden Themen aus dem Bereich der Sportmedizin, der Sportwissenschaft, der Physiotherapie, der Trainingstherapie oder Medizin generell. Einschlusskritierium ist hierbei ganz klar, dass es ein Projekt ist, das sich um Basketball dreht. Die Studien sollten möglichst abgeschlossen sein. Das Preisgeld wird unter den 3 besten Einsendungen aufgeteilt. Preisverleihung ist beim BasketDocs Jahrestreffen 2023 in Göttingen, wo die 3 bestplazierten ihre Beiträge zudem als Kurzvortrag präsentieren dürfen. Interesse geweckt? Dann sendet Eure Projektbeschreibung an info@basketdocs.de. Einsendeschluss 31.12.2022 Preisgeld insgesamt: 1.500 Euro Wissenschaftliches Gremium: Dr. med. Kai Fehske Dr. med. Ralf Hamann Prof. Dr. phil. Olaf Hoos Prof. Dr. phil. Richard Latzel Dr. med. Christoph Lukas Prof. Dr. Dr. Claus Reinsberger
Prof. Alexej Barg verstorben
Mit grosser Traurigkeit mussten wir die Nachricht annehmen, dass Prof. Alexej Barg am Osterwochenende im Alter von 42 Jahren verstorben ist. Wir sind fassungslos, Prof. Alexej Barg, unser wohl aktivster Fusschirurgie-Kollege mit fachlichen Wurzel in der Schweiz, hat uns verlassen – herausgerissen aus einer erfüllenden und beispielhaften Karriere. Prof. Alexej Barg war ein Genie. Parallel zum Medizinstudium studierte er Mathematik und Statistik. Seine Ausbildung in Orthopädie und Traumatologie am Kantonsspital Liestal unter der Leitung von Prof. Beat Hintermann unterbrach er, um sich als Research Fellow in Salt Lake City (Utah, USA) vertieft der Forschung hinzuwenden. Am Ende seiner Fachausbildung waren es über 40 peer-reviewed Publikationen, die auf seinem Konto standen. Unter der Leitung von Prof. Victor Valderrabano war er vorerst als Oberarzt und dann als Teamleiter der Fuss&Sprunggelenkschirurgie am Universitätsspital Basel tätig. Dann folgte er dem Ruf nach Salt Lake City, wo er zunächst als Assistant Professor, dann als Associate Professor die Foot and Ankle Unit unter Prof. Charles Saltzman führte. Vor 2 Jahren folgte er dem Ruf von Prof. Karl-Heinz Frosch an die Universität Hamburg, wo er seither der Abteilung Fuss- und Sprunggelenk vorstand. Der berufliche Werdegang von Prof. Alexej Barg war geprägt von einer grenzenlosen Leidenschaft stets noch mehr zu ergründen und zu erfahren. Seinem Drang folgend, alles genau zu wissen, liess ihn die Literatur kennen wie kaum ein anderer. Was aus seiner Hand kam, war stets bestens belegt und ein Garant, zur Publikation angenommen zu werden. Prof. Alexej Barg hatte immer ein offenes Ohr, wenn man ihn um einen Rat oder eine Unterstützung bat. Er hat mit unzähligen jungen Kollegen sein Wissen geteilt. Viele von uns haben von seiner beispielslosen Hilfsbereitschaft profitiert. Seine Schaffenskraft schien schier endlos. Prof. Alexej Barg diente in zahlreichen Kursen und Kongressen auf der ganzen Welt als Faculty. Sein Name im Programm war immer ein Versprechen, Neuestes zu erfahren und von einem begnadeten Wissenschaftler und Kliniker zu lernen. Seine Art zu Lehren war stets geprägt von Respekt und einem speziellen Humor, der mehr ausdrückte als viele Worte. Prof. Alexej Barg war beispielhaft international vernetzt. Er hinterlässt eine riesige Lücke über die Landesgrenzen hinaus. Er wird uns fehlen als feinen Freund und loyalen Kollege, als begnadeter Lehrer und als Vorbild. Noch können wir es nicht fassen! Unsere Gedanken sind bei seiner Ehefrau Kateryna, seiner Familie und seinen Freunden. In Trauer, Beat Hintermann Victor Valderrabano Swiss Foot & Ankle Society SFAS