Prof. Dr. med. Kurt Steuer (Deutschland) ist GOTS-Sportarzt des Jahres 2026

Prof. Dr. Kurt Steuer – Orthopäde, Unfallchirurg, Sportmediziner aus Bad Honnef – erhält in diesem Jahr die Auszeichnung „GOTS Sportarzt des Jahres. Die Auszeichnung wird jährlich von den Verbandsärzten Deutschland e.V. und der GOTS auf dem Jahreskongress der GOTS verliehen. Um den begehrten Titel zu erhalten, muss der „Sportarzt des Jahres” wichtige Voraussetzungen erfüllen: unter anderem die kontinuierliche Betreuung einer Nationalmannschaft einer olympischen Sportart als Verbandsarzt, die strikte Einhaltung einer ethisch sauberen Medizin, einen aktiven Einsatz im betreuenden Verband zur Erhöhung der Sicherheitsstandards sowie zur Optimierung von Gerät und Wettkampfstätte zur Vermeidung von Sportverletzungen und Sportschäden, sowie überdurchschnittliche Kenntnisse und Fähigkeiten auf dem Gebiet der praktischen Sportmedizin. Immer dem Patienten verpflichtet Nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann begann Kurt Steuer sein Studium der Humanmedizin an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Studienbegleitend arbeitete er im Pflegedienst, 1986 erhielt er die Approbation als Arzt, 1987 schloss er die Promotion mit der Note „sehr gut“ ab. Von 1987 bis 1999 folgten Tätigkeiten als Assistenzarzt in chirurgischen Abteilungen am Dreifaltigkeitskrankenhaus Wesseling, dem St. Elisabeth Krankenhaus Bonn und in der Unfallchirurgie der Universitätsklinik Bonn. Währenddessen erfolgte die Anerkennung zum Facharzt für Chirurgie und für den Schwerpunkt Unfallchirurgie. Ab 1999 übernahm Prof. Dr. Kurt Steuer als Chefarzt die Abteilung für Unfall- und Gelenkchirurgie am Bürgerhospital zum Heiligen Johannes dem Täufer in Bonn, ehe er dann 2002 unfallchirurgischer Belegarzt im Johanniter Krankenhaus (heute: Evangelische Kliniken) Bonn wurde. Im Oktober 2004 über nahm er als Chefarzt die Abteilung für Orthopäde und Unfallchirurgie des Waldkrankenhauses Bonn Bad Godesberg. 2022 verabschiedete er sich in den Ruhestand. Prof. Dr. Kurt Steuer prägte die Sportmedizin in der Handball-Welt Aus Leidenschaft zum Handball, übernahm Kurt Steuer 1986 – schon früh in seiner Laufbahn – die sportmedizinische Betreuung des Westdeutschen Handballbundes. Ab 1988 folgte dann zusätzlich eine langjährige Tätigkeit als Mannschaftsarzt im Senioren- und Junioren-Bereich des Deutschen Handballbundes (DHB). 2016 freute er sich mit Dagur Sigurdson über den Europameister-Titel und er war dabei, als es die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Rio gab. 2021 war er bei den Olympischen Spielen in Tokio, 2026 in China dabei. Das Wissen an die nächste Generation weitergegeben Als Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln gab Kurt Steuer am Institut für Sportorthopädie und Traumatologie sein Wissen gern an die jüngere Generation weiter. Aber auch am Institut für Sportwissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ließen sich viele junge Ärzte und Sportmediziner mit Begeisterung sein Wissen in spannenden, durchdachten Vorträgen vermitteln und gern in ihrer Arbeit betreuen Vom Arzt zum Landwirt – ein aktiver Mensch kann nicht „Nichtstun“ Seit etwa acht Jahren lebt Kurt Steuer mit seiner Frau 10 von 12 Monaten in Koroni, südliche Peloponnes, in Griechenland. Dort hat sich der rührige und sympathische Sportarzt der Landwirtschaft – speziell der Produktion von Olivenöl – verschrieben. Mit altem Traktor und viel Handarbeit pflegt er die Bäume und erntet die Oliven. Zusätzlich widmet er sich seiner Leidenschaft: dem An- und Ausbau des Shiraz-Weines. ¡ Das unmittelbare Vorschlagsrecht zum „Sportarzt des Jahres“ steht dem Vorsitzenden der Verbandsärzte, dem Präsidenten und den drei Vizepräsidenten der GOTS zu. Vorschläge können jedoch auch Sportärzte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie das Präsidium der „Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention” einreichen. Über die Auszeichnung als „Sportarzt des Jahres” entscheidet der Vorstand der GOTS mit einfacher Mehrheit.
Prof. Dr. med. Kurt Steuer (Deutschland) ist GOTS-Sportarzt des Jahres 2026 | PM Juni 2026
Prof. Dr. Kurt Steuer – Orthopäde, Unfallchirurg, Sportmediziner aus Bad Honnef – erhält in diesem Jahr die Auszeichnung „GOTS Sportarzt des Jahres. Die Auszeichnung wird jährlich von den Verbandsärzten Deutschland e.V. und der GOTS auf dem Jahreskongress der GOTS verliehen. Um den begehrten Titel zu erhalten, muss der „Sportarzt des Jahres” wichtige Voraussetzungen erfüllen: unter anderem die kontinuierliche Betreuung einer Nationalmannschaft einer olympischen Sportart als Verbandsarzt, die strikte Einhaltung einer ethisch sauberen Medizin, einen aktiven Einsatz im betreuenden Verband zur Erhöhung der Sicherheitsstandards sowie zur Optimierung von Gerät und Wettkampfstätte zur Vermeidung von Sportverletzungen und Sportschäden, sowie überdurchschnittliche Kenntnisse und Fähigkeiten auf dem Gebiet der praktischen Sportmedizin. Immer dem Patienten verpflichtet Nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann begann Kurt Steuer sein Studium der Humanmedizin an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Studienbegleitend arbeitete er im Pflegedienst, 1986 erhielt er die Approbation als Arzt, 1987 schloss er die Promotion mit der Note „sehr gut“ ab. Von 1987 bis 1999 folgten Tätigkeiten als Assistenzarzt in chirurgischen Abteilungen am Dreifaltigkeitskrankenhaus Wesseling, dem St. Elisabeth Krankenhaus Bonn und in der Unfallchirurgie der Universitätsklinik Bonn. Währenddessen erfolgte die Anerkennung zum Facharzt für Chirurgie und für den Schwerpunkt Unfallchirurgie. Ab 1999 übernahm Prof. Dr. Kurt Steuer als Chefarzt die Abteilung für Unfall- und Gelenkchirurgie am Bürgerhospital zum Heiligen Johannes dem Täufer in Bonn, ehe er dann 2002 unfallchirurgischer Belegarzt im Johanniter Krankenhaus (heute: Evangelische Kliniken) Bonn wurde. Im Oktober 2004 über nahm er als Chefarzt die Abteilung für Orthopäde und Unfallchirurgie des Waldkrankenhauses Bonn Bad Godesberg. 2022 verabschiedete er sich in den Ruhestand. Prof. Dr. Kurt Steuer prägte die Sportmedizin in der Handball-Welt Aus Leidenschaft zum Handball, übernahm Kurt Steuer 1986 – schon früh in seiner Laufbahn – die sportmedizinische Betreuung des Westdeutschen Handballbundes. Ab 1988 folgte dann zusätzlich eine langjährige Tätigkeit als Mannschaftsarzt im Senioren- und Junioren-Bereich des Deutschen Handballbundes (DHB). 2016 freute er sich mit Dagur Sigurdson über den Europameister-Titel und er war dabei, als es die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Rio gab. 2021 war er bei den Olympischen Spielen in Tokio, 2026 in China dabei. Das Wissen an die nächste Generation weitergegeben Als Lehrbeauftragter an der Deutschen Sporthochschule Köln gab Kurt Steuer am Institut für Sportorthopädie und Traumatologie sein Wissen gern an die jüngere Generation weiter. Aber auch am Institut für Sportwissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ließen sich viele junge Ärzte und Sportmediziner mit Begeisterung sein Wissen in spannenden, durchdachten Vorträgen vermitteln und gern in ihrer Arbeit betreuen Vom Arzt zum Landwirt – ein aktiver Mensch kann nicht „Nichtstun“ Seit etwa acht Jahren lebt Kurt Steuer mit seiner Frau 10 von 12 Monaten in Koroni, südliche Peloponnes, in Griechenland. Dort hat sich der rührige und sympathische Sportarzt der Landwirtschaft – speziell der Produktion von Olivenöl – verschrieben. Mit altem Traktor und viel Handarbeit pflegt er die Bäume und erntet die Oliven. Zusätzlich widmet er sich seiner Leidenschaft: dem An- und Ausbau des Shiraz-Weines. ¡ Das unmittelbare Vorschlagsrecht zum „Sportarzt des Jahres“ steht dem Vorsitzenden der Verbandsärzte, dem Präsidenten und den drei Vizepräsidenten der GOTS zu. Vorschläge können jedoch auch Sportärzte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie das Präsidium der „Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention” einreichen. Über die Auszeichnung als „Sportarzt des Jahres” entscheidet der Vorstand der GOTS mit einfacher Mehrheit.
Wellenreiten | Koordination, Kraft und Ausdauer: Der Tanz auf den Wellen

GOTS Newsletter Juni 2026
Bedeutung von Prävention und Sport für die Gesellschaft | PM Juni 2026
Die Gesundheitsversorgung in Deutschland steht an einem Wendepunkt. Immer höhere Ausgaben zwingen zu immer rigideren Sparmaßnahmen. Gleichzeitig wird die Gesellschaft immer kränker. Es ist an der Zeit von einer „Verwaltung der Erkrankungen“ zu einer Prävention zu kommen. Welche Rolle dabei Sport und Bewegung spielen und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um Deutschland wieder fit zu machen – darüber referiert Prof. Dr. Martin Engelhardt, Chefarzt für Orthopädie und Unfallchirurgie am Klinikum Osnabrück auf dem 41. Jahreskongress der GOTS vom 11. bis 13. Juni in Osnabrück. Zahlen und Fakten sprechen für sich: Die Gesundheitsausgaben in Deutschland betragen inzwischen über 500 Milliarden Euro pro Jahr (>12% BIP). Die Kosten durch Tabakkonsum 97 Milliarden Euro, für Adipositas 63 Milliarden Euro. 80 Prozent der Krankheiten sind Zivilisationserkrankungen. Bewegungsmangel und körperliche Inaktivität sind vierthäufigster Risikofaktor für globale Mortalität. Übergewicht und Bewegungsmangel Im Public Health Index 2025 (vergleicht Umsetzungsgrad wissenschaftlich empfohlener Präventionsprogramme) belegt Deutschland Rang 17 von 18 Ländern Nord- und Zentral-Europas. Nur 26-29 % der Erwachsenen erfüllen die WHO-Empfehlungen von 150 Minuten moderater Aktivität pro Woche. Beim UNICEF „Kinderwohl-Index“ belegt Deutschland Platz 25 von 43 OECD- und EU-Ländern. Der Anteil übergewichtiger Kinder und Jugendlicher zwischen 11 und 17 Jahren liegt bei rund 38 Prozent, wovon rund 20 Prozent sogar adipös sind. Bei Erwachsenen leiden 50 Prozent an Übergewicht, 19 Prozent sind adipös „Dies ist ein zentraler Risikofaktor für chronische Erkrankungen (Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bösartige Tumore) und schwererer Infektionsverläufe“, so Prof. Martin Engelhardt. Und weiter: „Deutschland wird zukünftig die Kosten für das Gesundheitssystem in Höhe von 500 Milliarden Euro nicht mehr ausgeben können. Die Profiteure des bisherigen Systems werden weiter versuchen an kranken Menschen zu verdienen. Die sogenannte „Krankenhausstrukturreform“ wird bei gleichbleibender Ausrichtung des Systems als Sozialabbau für den Bürger zu Leistungseinbußen führen.“ Vision „Deutschland wieder fit machen“ Die GOTS plädiert daher für eine Änderung der Ausrichtung von einer rein kurativen zu einer präventiven Medizin. Sinnvolle Maßnahmen dafür sind: Schaffung von Gesundheitskompetenz in der Schule durch Einführung des Faches „Gesundheit“ (Gesundheits-Aufklärung, gesunde Ernährung, Motivation zum lebenslangen Sporttreiben). Schaffung einer Umgebung, die das Gehen, Radfahren und aktives Unterwegssein im Alltag einfach und selbstverständlich macht. Steuern auf Nikotin und Alkohol erhöhen und bei Zucker einführen. Umfassende Werbebeschränkungen bei Alkohol, Tabak und zuckerhaltigen Getränken Politische Maßnahmen, für eine Chancengleichheit alle Kinder. 60 Minuten qualifizierter Sportunterricht pro Tag, verbindlich durch gesetzliche Festlegung. Die GOTS fordert eine Aufnahme von sportlichen Leistungsanforderungen in die Schulpläne, die Vorhaltung und Weiterentwicklung von Sportstätten und ungehinderten Zugang zu diesen, eine kompetente Ausbildung und adäquate Bezahlung von Sportlehrern und Trainern. Weiterhin braucht es eine Akzeptanz des Leistungssports und Unterstützung für Sportler(innen) außerhalb der Eliteschulen des Sports und an den Universitäten. Damit dies erreicht werden kann, ist ein politischer Wille parteiübergreifend erforderlich. Mehr spannende Themen vom 41. GOTS-Kongress
Hochleistung bei Musikern und Tänzern: Sensorbasierte Funktionsdiagnostik hilft Verletzungen aufzuspüren und vorzubeugen | PM Mai 2026
Wir alle kennen die Bilder von stürzenden Profi-Fußballern auf dem Spielfeld und halten in diesen Minuten den Atem an, angesichts der Verletzungen, die sich Athleten immer wieder zuziehen. Doch es gibt auch Hochleistung jenseits des Sports. Profis auf der Bühne, die täglich stundenlang hart trainieren oder Auftritte haben. Auch sie ziehen sich Verletzungen, häufig durch enorme Überlastungen zu. Um diese zu erkennen, wurde die Diagnostik immer weiter verfeinert. Was es mit der sensorbasierten Bewegungsanalyse auf sich hat und wer davon profitiert – darüber referiert Prof. Dr. Dirk Möller, Schwerpunkt angewandte Bewegungsanalyse und Clinical Reasoning, Hochschule Osnabrück, auf dem 41. Jahreskongress der GOTS in Osnabrück. Darstellende Berufs-Künstler, wie Musiker, Instrumentalisten, Sänger, Berufssprecher oder Tänzer trainieren oft vier bis sieben Stunden am Tag in unphysiologischen Körper-Haltungen. Dazu haben sie dann noch Vorstellungen. Viele beginnen im frühesten Kindesalter, mit 18/19 haben diese Künstler bereits Zehntausende Übungsstunden hinter sich und müssen oft bis 60/70 durchhalten, da ihr Verdienst bei Weitem nicht so hoch ist, wie im Leistungssport. Geht man zu einem Konzert, sieht man lächelnde Musiker in schicken Anzügen im Orchester, die perfekt Musik spielen. Doch es steckt nicht nur viel Arbeit dahinter, sondern auch ein ständiger Kampf mit Muskeln, Sehnen, Bändern, mit Wirbelsäule und Gelenken. Dazu kommt der berufliche Druck, Leistung und den perfekten Klang bringen zu müssen. „Diese Künstler sind extrem hohen Belastungen ausgesetzt, an Verletzungen denkt in diesem Bereich jedoch niemand“, sagt Prof. Möller. Und weiter: „Am Orchestergraben sieht man keinen Mediziner oder Physiotherapeuten, wie am Spielfeldrand. In der Künstler-Branche ist es immer noch nicht ´normal´, verletzt zu sein. Ein Solist darf schon gar nicht ausfallen, aber auch alle anderen bangen um die Karriere, die Aufträge, den Job. Länger krank sein, bedeutet bei hoher Konkurrenz schneller raus zu sein.“ Exaktes Messen der Belastungen in der „Musiker-Sprechstunde“ Einseitige lange Belastungen, viel Stress und wenig Schlaf führen zu spielbedingten Schmerzen. Prof. Möller: „Violinisten beispielsweise haben starke Probleme mit Nacken, Schulter, Unterarmen, Schlagzeuger eher Probleme in den Händen und der Lendenwirbelsäule. Pianisten haben häufig schmerzende Handgelenke, Nacken und Schultern. Tänzer plagen sich wiederum mit Schmerzen in den Sprunggelenken, Hüften, Knien, der LWS.“ Das Forscherteam aus Osnabrück und Hannover erforscht im DFG-geförderten Projekt „PA.H|LIFETIME.ai – Gesundheit darstellender Künstler – Entwicklung und Analyse von Risikoprofilen und prädiktiven Modellen durch künstliche Intelligenz“ u.a. die Überlastungen von Künstlern nun systematisch. Verletzungen und die Ursachen für das Auftreten von Schmerzen sollen besser verstanden werden. Dafür sind bestimmte Untersuchungsreihen, Step bei Step aufgebaut worden. „Die sensorbasierte Funktionsdiagnostik bietet hier die Möglichkeit, das Therapiemanagement gezielt zu unterstützen und Dysfunktionen zu identifizieren. Kinetische, kinematische und elektromyographische Assessmentverfahren liefern zusätzliche Informationen zur zielgerichteten Entscheidungshilfe“, so Möller. Physiotherapeutische, ärztliche und sportwissenschaftliche Bewegungsanalysen können dabei helfen, klare und potentielle Risiko-Faktoren zu analysieren. Darauf basierend und mit Hilfe der KI werden diesbezüglich Vorhersagemodelle abgeleitet. Neben der schon lange bestehenden „Musiker-Sprechstunde“ im INAPO an der Hochschule Osnabrück gibt es diese nun auch in Hannover am Institut für Musikphysiologie und Musiker-Medizin der Hochschule für Musik, Theater und Medien. Die Künstler kommen aus ganz Deutschland hier ins Labor und unterziehen sich umfassenden physiotherapeutischen Untersuchungen und biomechanischen Messungen. Alle biomechanischen Messreihen sind sensor-basiert und sehr exakt. Aus der sensorbasierten Bewegungsanalyse sollen nicht nur Therapie-Empfehlungen entwickelt werden, sondern auch Leitlinien, Präventions- und Trainingsanleitungen. Parallel dazu wurde in Osnabrück die weltweit erste Professur für „Performing Arts Physiotherapy“ etabliert. Demnächst wird es den ersten Master-Studiengang „Performing Arts Physiotherapy“ dazu geben. Mehr spannende Themen vom 41. GOTS-Kongress
Das Deutschsprachige Arthroskopieregister (DART) – Versorgungsforschung und Qualitätskontrolle in der Arthroskopie

GOTS Newsletter Mai 2026
AUSBILDUNGSCURRICULUM nach DEGUM: BEWEGUNGSORGANE | MSK – SONOGRAPHIE GRUNDKURS 17.-19.04.2026

Programm DEGUM MSK Sono Grundkurs Erlangen_2026_26-04-03 Veranstaltungsort: Medical Valley EMN e. V. c/o Medical Valley Center Henkestraße 91 91052 Erlangen Anmeldung und weitere Informationen: hier E-Mail: thilo.hotfiel@fau.de
Orthobiologica in der Sportmedizin – Wo stehen wir?

GOTS Newsletter April 2026
Dr. Volker Jägemann – Ein Nachruf

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von unserem Ehrenmitglied und Träger des Bundesverdienstkreuzes Dr. Volker Jägemann, der im Alter von 85 Jahren am 26.2.2026 verstorben ist. Als Gründungsmitglied der GOTS und deren langjähriger Schatzmeister hat er mit enormem Engagement und seiner großen Erfahrung die GOTS entscheidend mitgeprägt. In einer schwierigen Zeit war Volker Jägemann maßgeblich an der Neuorientierung der Gesellschaft beteiligt. Stets hat er deren Werte vehement und stimmgewaltig vertreten. Die Arbeit der GOTS steht auf zwei Säulen: Einer wissenschaftlichen Komponente und der Betreuung von Leistungssportlern in der Praxis. Die betreuenden Ärzte kümmern sich sowohl das ganze Jahr über als auch im Alltag intensiv um Spitzenathleten aller Sportarten bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften. Der niedergelassene Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin Volker Jägemann war ein Mann der Praxis, der das ganze Jahr über Tag und Nacht für seine Sportler ansprechbar war. Volker Jägemann war jahrzehntelang leitender Verbandsarzt des Bayerischen Ringerverbandes, betreute zudem von 1981 bis Dezember 1995 die Deutsche Nationalmannschaft und leitete die Ärztekommission des DRB. Mit seinem großen Netzwerk und Fachwissen im Bereich Ringen machte er viele Erfolge erst möglich. Auch international genoss Volker Jägemann hohes Ansehen. Seine medizinische Erfahrung wurde von Spitzenathleten aus aller Welt geschätzt. In Anerkennung seiner herausragenden Leistungen wurde er zum Ehrenmitglied des Deutschen Ringer-Bundes e.V. ernannt – eine der höchsten Ehrungen des Verbandes. Nach seiner Zeit im Ringsport kümmerte sich Volker Jägemann mit der ihm eigenen Intensität jahrzehntelang um die Rodler des Deutschen Bob- und Schlittenverbandes. Zitat des Mehrfach-Olympiasiegers Georg Hackl: “Bereits bei kleinsten Anzeichen einer Verletzung kontaktiere ich Dr. Jägemann als den Mann meines Vertrauens, manchmal sogar spät abends, wenn ich vom Training nach Hause komme.“ Dies taten nicht nur Georg Hackl, sondern auch die Rodelasse Patric Leitner und Alexander Resch, Sylke Otto, Silke Kraushaar und viele andere mehr. Er war Antidoping-Beauftragter und Vorsitzender der Medizinischen Kommission, somit auch Präsidiumsmitglied. Nach Aussage des BSD hat er über viele Jahre hinweg das sportliche und menschliche Gesicht des Verbandes entscheidend mitgeprägt. Volker Jägemann hat an vielen Olympischen Spielen sowohl im Sommer als auch im Winter als leitender Mannschaftsarzt teilgenommen. Als Mitbegründer der Verbandsärzte Deutschland e.V. am 25. November 1994 in Halle und als deren langjähriger Schatzmeister engagierte sich Volker Jägemann mit großer Leidenschaft und Hingabe für die Wettkampfmedizin mit ihren ganz besonderen Anforderungen und Herausforderungen. Schnelle, unbürokratische Entscheidungen waren gefragt. In diesem Metier war er zu Hause wie kein anderer. Wenn er seine unverwechselbare Stimme erhob, wurde es ruhig im Saal. Er scheute sich auch nicht, diese uneigennützig für das Wohl seiner Athleten gegen verschiedene Organisationen und Funktionäre einzusetzen. Daher kommt auch sein Spitzname “Der Wadlbeißer“. Volker Jägemann wurde für seinen unermüdlichen Einsatz im März 2007 die Ehrenmitgliedschaft der Verbandsärzte verliehen. Volker Jägemann hat immer darauf hingewiesen, wie groß der Druck in der Wettkampfmedizin ist und wie nahe sich Erfolg und Misserfolg sind. Hier zwei seiner markanten Aussprüche: “Es gibt keine Wunder in der Sportmedizin. Die meisten vermeintlichen Wunder resultieren daraus, dass die Verletzung schlimmer dargestellt wird, als sie eigentlich ist“. Oder: “Wenn mir in einer medizinischen Extremsituation am Mattenrand etwas gelingt, bin ich der Größte, wenn nicht, bin ich eine Flasche. ,Hosianna‘ und ,Kreuzige ihn‘ liegen ganz nahe beieinander“. Weiterhin wurde er wegen seiner Verdienste in der Wettkampfmedizin und der langjährigen praktischen Betreuung von Leistungssportlern 2003 von den Verbandsärzten Deutschland e.V. und der Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) zum “Sportarzt des Jahres“ gewählt – eine der wichtigsten Auszeichnungen der Sportorthopädie und Sportmedizin. Volker Jägemann war auf positive Art und Weise unbequem und ungeduldig. Er war kein Freund von langen, unnötigen Diskussionen und brachte kurz und prägnant die Sache auf den Punkt. Seine Analysen und Vorschläge beeindruckten. Er war unbestechlich und ein ehrlicher Freund und Ratgeber. Viele Wochenenden opferte er für den Sport und seine Sportler. Zum Golfen, zur Gartenarbeit und zur Jagd kam er nur selten. Auf sein tägliches Joggen verzichtete er allerdings nicht und lief mit einer Geschwindigkeit und Ausdauer, die manch jüngerem Kollegen den Atem nahm. Trotz seiner vielfältigen Aufgaben und Verpflichtungen standen seine Frau Irene und seine Familie an erster Stelle. Lieber Volker, Du fehlst uns. Requiescat in pace. Hubert Hörterer Martin Engelhardt
Short-Track: Actiongeladene Eissportart auf der kurzen Bahn | Überlastungen, Verletzungen, Prävention

GOTS Newsletter März 2026